Der Trailer des 17. UNDERDOX

Das Thema „Flüchtigkeit“ treibt uns dieses Jahr um. Nichts hat Bestand. Der Frieden. Die Gesundheit. Die Elemente. Filme vergehen. Jean-Luc Godard ist von uns gegangen. Und sogar der letzte Ausflug von UNDERDOX ist Geschichte. Im Sommer 2021 ging es in das serbische Palić, damit wir dort, beim aufstrebenden Filmfestival, ein Kurzfilmprogramm präsentieren. Wir verließen die EU und lernten eine abgeschiedene, rätselhafte Welt nahe der ungarischen Grenze kennen. 

Der Trailer erinnert an unsere Fahrt. Er zeigt eine Aufnahme vom toten See von Palić, der vollständig gekippt ist. Das hindert nicht, in Idylle zu schwelgen: Langsam zieht der Kahn einen Kreis über das grünlich-gelbe Wasser, Volksweisen erinnern wehmütig an alte, bessere Zeiten. Plötzlich mischen sich Geräusche von Filmprojektoren unter. – Ist dies nur ein neuer Schelmenstreich von JLG? Marguerite Duras sitzt Godard gegenüber, lobt seinen Film. Dieser schmunzelt: Er könne nur immer Schlechtes sagen, er bewundere ihr Lob. Dann sagen sie: Fangen wir an? Ja, wir fangen an.

I+K+T+S: Dunja Bialas
Found Footage: Walt de Mirabeau
Mit Bernd Brehmer, Jean-Luc Godard, Marguerite Duras und den Urlaubern von Palić

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Der UNDERDOX Katalog ist da!

Hier könnt Ihr schon mal online herumschmökern!

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Das volle Programm!

Jetzt online! Hier findet Ihr das komplette UNDERDOX-Programm der sage und schreibe 17. Edition!
Dabei sind 16 Langfilme und unzählbare Kurzfilme, aus 15 Ländern von fast allen Kontinenten: Argentinien, Bolivien, Deutschland, Frankreich, Italien, Indien, Kasachstan, Litauen, Ukraine, USA, Russland, Serbien, Spanien, Österreich, Philippinen. Mit 7 Deutschlandpremieren!

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Artist in Focus 2022: Harald Vogl

Dear Jimmy, Courtesy The Museum of Modern Art, New York

„No Wave“: Unter diesem Schlagwort präsentiert UNDERDOX seinen diesjährigen ARTIST IN FOCUS Harald Vogl und seine „New York Trilogie“. Vogl kam in den Siebzigerjahren an die Münchner Akademie der Künste, wo er bei Günter Fruhtrunk Malerei studierte. Am Ende seines Studiums zeigte er weiße Leinwände, „leere Bilder“, Scharnierwerke zu seinem bereits angebrochenen intensiven Filmschaffen, das bis 1988 anhielt. In New York kam er in Kontakt mit der „No Wave“-Szene im Umfeld des legendären Club 57 in East Village und wurde Teil der Post-Punk-Periode und des „Cinema of Transgression“. 1975 zeigte er seine Filme erstmals in Jonas Mekas’ „Anthology Film Archives“, noch bevor er mit „Only You“ (1981), „OK Today Tomorrow“ (1983) und „Measure Taken“ (1984) eine New-York-Trilogie schuf, der „Dear Jimmy“ (1978) vorangegangen war, ein Klassiker des No Wave.

Underdox zeigt die „New York Trilogie“ in den vom Museum of Modern Art restaurierten Kopien als deutsche Erstaufführung. Harald Vogl ist zu Gast!
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UNDERDOX halbzeit: DORE O.

Donnerstag 2.6.2022 19 Uhr | Filmmuseum München
Halbzeit DORE O. | Lecture mit Maria Matzke (Deutsche Kinemathek) und Peter Kremski (Filmkritiker, VDFK)

Programm-Flyer
Programm der Lecture

„Es ist an der Zeit herauszuposaunen, dass Dore O.s Werk einzigartig im deutschen Avantgardefilm ist.“ – Dietrich Kuhlbrodt, 1988

Zur „halbzeit“ präsentiert UNDERDOX eine Lecture zu deutschen Avantgardefilmerin Dore O. (1946-2022), deren Werk im Rang der amerikanischen Avantgardistin Maya Deren heute den Status eines Klassikers hat. Sie ist Trägerin des Deutschen Filmbands in Silber und Ehrenpreisträgerin des Verbands der deutschen Filmkritik.
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Die VIDEODOX Special Events

Samstag 16.10.2021 11 Uhr: Performance „100 ways to be inside a rectangle [VIDEODOX version]“ von Sara Mayoral Jimenez

Künstlerinnengespräch: Elena Alvarez Lutz und Sara Mayoral Jimenez

Samstag 16.10.2021 15 Uhr: Lesung von Jovana Reisinger aus ihrem Roman „Spitzenreiterinnen“

Jovana Reisinger, „Spitzenreiterinnen“, Verbrecher Verlag, 22 €

Sonntag 17.10. 14 Uhr Gespräch mit „REVÜ – Flugblatt für Cinephilie“: Kunst zwischen Kino und Galerie – Möglichkeiten und Perspektiven filmischer Ausdrucksweisen

Mehr Gesprächskreis als Panel, mit nahtlosem Übergang zu den Zuhörenden
Es diskutierten (v.l.): Franziska Unger, Camille Tricaud, Stephan Vorbrugg, Nicole Leykauf, Dominik Bais (Filmkollektiv)
Es moderierten: Emil Klattenhoff, Carlotta Wachotsch (REVÜ), Dunja Bialas (VIDEODOX)

Sonntag 17.10.21 16 Uhr Verleihung des VIDEODOX Förderpreise 2021
Der Preis geht an Melina Hennicker, Michael Schmidt, Andreas Woller für „kirchmoarhof-d“

Die Zeremonie ist im Gang (v.l.): Peider Defilla (Preisstifter, B.O.A. Videofilmkunst), Andreas Woller, Michael Schmidt, Felix Burger (Jury), Melina Hennicker
v.l.: VIDEODOX-Förderpreis-Stifter Peider Defilla, Andreas Woller, Michale Schmidt, Melina Hennicker
Die Gewinner-Arbeit: kirchmoarhof-d von Melina Hennicker, Michael Schmidt, Andreas Woller

Nachklang, Ausklang, Impressionen

Baby Ice in Jovana Reisinger: „Die klaffende Wunde“
Baby Ice in Camille Tricaud/ Franziska Unger: „Apocalypse Baby“
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VIDEODOX Special Events am 16 & 17 okt 2021

© Ulu Braun | Das Glitzern im Barbieblut

Zum Thema “Transgressivität – Videokunst zwischen den Künsten” lädt VIDEODOX am Wochenende zu verschiedenen Events ein, die den Medienwechsel ins Zentrum stellen. 

Samstag, 16.10.2021:
11 Uhr Performance von Sara Mayoral Jimenez „100 ways to be inside of a rectangle – VIDEODOX Version“
15 Uhr Lesung von Jovana Reisinger aus ihrem Roman „Spitzenreiterinnen“ (Verbrecher Verlag), nominiert für den Bayerischen Buchpreis 2021
17 Uhr Führungen

Sonntag, 17.10.2021:
14 Uhr Gespräch mit „REVÜ – eine Zeitschrift für Film“ zum Thema: Kunst zwischen Kino und Galerie – Möglichkeiten und Perspektiven filmischer Ausdrucksweisen
Es diskutieren: 
Nicole Leykauf, Produzentin
Camille Tricaud, Franziska Unger (HFF Studierende, mit einer Installation bei VIDEODOX als Künstlerinnen vertreten)
Dominik Bais (Akademie der Bildenden Kunst, Mitglied des Filmkollektivs und bei VIDEODOX mit der ersten Filmproduktion der AdBK als Filmemacher vertreten)
Stephan Vorbrugg, Produzent und Mitglied des VIDEODOX-Auswahlkommittees
16 Uhr Preisverleihung

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3Gplus, 3G mit Abstand, 3G mit Maske

Corona macht vieles kompliziert, dabei ist doch alles so einfach.
Seit der gestrigen Eröffnung gilt im Filmmuseum München 3Gplus, d.h. in den Saal kommen nur Geimpfte, Genesene oder jene rein, die einen negativen PCR-Test vorzeigen können. Es gilt freie Platzwahl, im Prinzip kann jeder Platz belegt werden. Wir bitten jedoch darum, einen Sitzplatz zur nächsten (unbekannten) Person freizuhalten, damit sich alle wohlfühlen. Im Saal muss keine Maske getragen werden.

Im Theatiner gilt wie schon seit einiger Zeit die 3G-Regel mit Abstand: In den Saal kommen nur Geimpfte, Genesene und jene rein, die einen negativen Schnelltest vorzeigen können. Ein Selbsttest gilt leider nicht.
Die Besucher*innen werden im Saal mit 1,5 Meter Abstand platziert und können die Masken ablegen.

Im Werkstattkino haben wir uns aufgrund der geringen Anzahl der Sitzplätze für 3G mit Maske entschieden. In den Saal kommen nur Geimpfte, Genesene und jene rein, die einen negativen Schnelltest vorzeigen können. Ein Selbsttest gilt leider nicht. Im Prinzip kann jeder Platz belegt werden. Die Maske muss auch während des Films anbehalten werden.

Die Regeln folgen der aktualisierten 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die seit dem 6.10.21 in Kraft ist.

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Der UNDERDOX-Trailer 2021

Wem der Trailer 2021 bekannt vorkommt, liegt richtig: Bereits 2020, in unserer ersten Edition unter Corona-Bestimmungen, hatten wir uns für DISTANCE FILM von Siegfried A. Fruhauf entschieden – dieses Jahr unser Artist in Focus! Solange Corona die Durchführung unseres Festivals maßgeblich mitbestimmt, so unser Credo, wird unser Trailer gleich bleiben. Als mahnendes Mantra, das uns begleitet.

Die aktuellen Corona-Regeln sind für den Besuch von UNDERDOX wie folgt:

Theatiner Filmkunst: 3G, Kontaktdaten müssen beim Kino hinterlegt werden, im Kinosaal 1,5 Meter Abstand, es muss keine Maske getragen werden.
Filmmuseum München: 3G, Kontaktdaten müssen beim Kino hinterlegt werden, im Kinosaal 1,5 Meter Abstand, es muss keine Maske getragen werden.
Für die Eröffnung erwägen wir außerdem, ausnahmsweise auf die Möglichkeit von 3Gplus zurückzugreifen, die es seit heute für Kulturveranstaltungen gibt, damit alle in den Saal gelassen werden können. Wir würden dann auf das lange von den Kinos gewünschte Schachbrettmuster gehen (1 Meter Abstand). Es muss keine Maske getragen werden.
Werkstattkino: 3G, Kontaktdaten müssen beim Kino hinterlegt werden, im Kinosaal werden alle Plätze belegt, es muss ein medizinischer Mundschutz getragen werden.

Alle Regeln folgen den Rahmenbedingungen und Vorschriften der aktuellen 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 5.10.2021.

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Länderfokus AFGHANISTAN

Am 13. August lancierte Sahraa Karimi, Direktorin der Afghan Film Organization, einen Hilferuf: “Do not let Afghan cinema die. Even if you are in exile.” Vor wenigen Tagen, am 23. September, kommt dann über Twitter die Nachricht: „I am now officially Former Afghan Film Director General. Done.“ Sechs Wochen liegen dazwischen.

Bereits 2013 zeigte UNDERDOX den Kollektivfilm FAR FROM AFGHANISTAN, der nach Vorbild von LOIN DU VIETNAM (1967) entstanden war. Einer der Regisseur*innen des Films, John Gianvito, schreibt heute an UNDERDOX:”In my view our film has, sadly, lost little of its relevance. I’ve been regularly in touch the past weeks with one of the members of AFGHAN VOICES who filmed many of the sequences in the film and sadly he and his family were unable to leave the country despite repeated efforts to get through the crowds at the Kabul airport. Just one of the thousands of stories out there, though we are continuing to pursue alternative solutions”.

Mehr Informationen im Länderspecial.

UNDERDOX zeigt FAR FROM AFGHANISTAN in einem solidarischen Screening. 
mittwoch 13 okt 17.00 werkstattkino | eintritt: 10 Euro
Die Einnahmen gehen an das 
International Rescue Committee (IRC) 
Zu Gast: Ali Khorosh Fazli Bayat (KINO ASYL)

© Far From Afghanistan
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