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21. UNDER|DOX 08 – 14 OKT 2026

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  • in focus: Bernardo Zanotta | from brazil with love

    Mit unserem Artist in Focus Bernardo Zanotta verknüpft sich auch unser Länderschwerpunkt From Brazil with Love. Den Titel entnehmen wir einem Film von der amerikanischen Avantgarde-Legende Vivian Ostrovsky, die über Jahre in Brasilien gelebt hat. Beide verbindet ein queeres Filmschaffen und das Medium Film als Archiv und Erinnerung; beide sind Kosmopoliten des Kinos. Bernardo Zanotta wuchs in Brasilien auf und ging für sein Filmstudium nach Amsterdam. Vivian Ostrovsky, in New York geboren, wuchs ebenfalls in Brasilien auf und studierte in Paris. Beide drücken sich in experimentellen Formen des Kinos aus und gelangen über sie zu einer tieferen Form der Wahrheit der Bilder – jener, die in den vagen Zwischenbereichen der Montage und der Unschärfe überlappender oder nicht fokussierter Bilder verborgen liegt.

    Bernardo Zanotta und Vivian Ostrovsky sind zu Gast!

    Wild Fruits © Bernardo Zanotta

    Zu unserem Schwerpunkt from brazil with love – artist in focus Bernardo Zanotta

    Festival

    6. September 2026
    Festivalprogramm
  • 21. UNDERDOX | Thema: Erinnern

    UNDERDOX hebt mit dem Thema „Erinnern“ die beschwörende und bewahrende Kraft des Mediums ins Zentrum seiner 21. Ausgabe.

    © Stanley Schtinter | LAST MOVIES

    Statement der Festivalleitung zum Thema „Erinnern“

    „Unser diesjähriges Thema ‚Erinnern’ verstehen wir als eine Einladung zum Sehen, das tief in das Vergangene hinabführt: Sehen wir mit den Filmen die Bilder der Vergangenheit. Erinnern wir uns mit ihnen an die vergangene Zeit, auch im Sinne der Erinnerungskultur. Und an Filme, die wir gesehen haben, als ästhetische Fragestellung. Filme spannen im Moment der Projektion auch einen biografischen Resonanzraum auf: zu unseren eigenen Gedanken und Erinnerungen, die wir in die Filme hineintragen.“ – Dunja Bialas und Bernd Brehmer, Leitung UNDERDOX


    Archivio Aperto (Bologna) – Deutsche Premiere

    Die besondere Rolle des filmischen Bewahrens und Erinnerns kommt dem Archiv zu. In Zusammenarbeit mit Archivio Aperto in Bologna, dem von der Fondazione Home Movies – Archivio Nazionale del Film di Famiglia veranstalteten Festival, präsentiert die 21. Ausgabe von UNDERDOX das Programm Memory & Archive. Es versammelt zeitgenössische Kurzfilme aus früheren Festivaleditionen, die Archivmaterial auf kreative Weise wiederverwenden – mit einem besonderen Fokus auf private und amateurhafte Bildwelten und Erinnerungen. Das Vergangene aktualisiert sich in ihnen als Gegenwart der projizierten Bilder. Der präsentische Raum wird auch von unseren eigenen Erinnerungen erfüllt. – Kuratiert im Rahmen von Young People’s Choice

    Michal Kosakowski: HOLOFICTION

    Der polnisch-deutsche Medienkünstler Michal Kosakowski untersucht die Ikonografie des Holocausts im Spielfilm durch eine Montage aus Tausenden von fiktionalen Nach-Bildern. Wiederkehrende Muster greifen auf die historischen Aufnahmen bei Kriegsende zurück und entfesseln einen erschütternden Essay über das kollektive Gedächtnis, in das die Bilder des Schreckens eingegangen sind. 
Buch zum Film: „Holofiction“, hg. von Marcus Stiglegger, mit einem Vorwort von Dominique Lanzmann und Volker Schlöndorff, Schüren-Verlag, Juli 2026

    Stanley Schtinter: LAST MOVIES – Deutsche Premiere

    Der britische Filmkünstler Stanley Schtinter versammelt in seinem Kompilationsfilm LAST MOVIES eine sorgfältig recherchierte ultimative Filmgeschichte im Angesicht des Todes berühmter Persönlichkeiten. Welche Filme haben Franz Kafka, F.W. Murnau, Charlie Chaplin, Sergio Leone, John F. Kennedy, Olof Palme oder Kurt Cobain als Letztes gesehen – bevor sich ihre Erinnerung für immer auslöschte?

    Norbert Pfaffenbichler: ADGIN PRRRX – Deutsche Premiere

    
Der österreichische Avantgardist Norbert Pfaffenbichler zerlegt John Frankenheimers Formel-1-Klassiker GRAND PRIX (1966) in seine Einzeleinstellungen und reassembelt sie in der Montage streng nach dem metrischen Prinzip der Dauer. Das Ergebnis ist ein verblüffender Erinnerungsreigen, der das Voranschreiten der Zeit in der permanenten Wiederkehr nahezu anhält. Noch während wir den Film sehen, werden wir in den Zustand des Erinnerns an das Gesehene versetzt.

    Laura Coppens: SEDIMENTE

    
Laura Coppens‘ Großvater, im Krieg geboren, in der DDR aufgewachsen und zum Arzt ausgebildet, später von der Stasi als IM angeworben, dann jäh fallengelassen, als er sich weigerte, den Kontakt zu seiner Tochter abzubrechen, die sich in einen Spanier verliebt hatte und nach Madrid ausreiste. „Wir sind das Volk!“, Christa Wolfs Rede am 4. November 1989 in Ost-Berlin. Super-8-Erinnerungen der jungen Großeltern, Sommerurlaub, Verliebtsein, schwarzes Haar. Ein betörender Essay-Film.


    Festival

    29. Juli 2026
    Underdox 2026
  • UNDERDOX halbzeit: Alexander Kluges Künstliche Intelligenz

    Wir freuen uns sehr, dass die Lecture von Angelika Lepper zu „Alexander Kluges Künstlicher Intelligenz“ bei der UNDERDOX Halbzeit vor knapp 100 Besuchern auf vielfältige positive Resonanz gestoßen ist. Sie hat uns deshalb ihr Manuskript zur Veröffentlichung überlassen, wofür wir ihr sehr danken!

    Primitive Diversity. Alexander Kluge und der Konjunktiv der Bilder

    Lecture von Angelika Lepper am 11.6.2026 im Filmmuseum München

    © UNDERDOX

    „Fangen wir mal mit einem Problem an. „Künstliche Intelligenz.“ Der Begriff ist längst in die Alltagssprache eingegangen. Er steht in fast jeder Förderausschreibung, ist in jedem Feuilleton, jedem Strategiepapier zu finden. Er wurde zum Begriff der Stunde, des Jahrzehnts, vermutlich des Jahrhunderts. Und er ist und bleibt – eine ziemliche Lüge.

    Der Medienkünstler und -theoretiker Francis Hunger hat 2021 einen Vortrag mit dem programmatischen Titel „Unhype AI“ gehalten. Seine Grundthese: Der Begriff „Intelligenz“ ist eine unzutreffende und unzulässige Anthropomorphisierung. Er dichtet der Technologie Eigenschaften an, die sie nicht hat – und verschleiert so, was sie tatsächlich tut. Hunger schlägt alternative Begriffe vor: „Automated Pattern Recognition“, „Machine Conditioning“, „Weighted Network“. Weniger affektiv aufgeladen, dafür deutlich näher am Gegenstand der Beschreibung.

    Was steckt hinter Hungers Skepsis?“ 

    Hier geht es zum Volltext des Vortrags [PDF]

    Festival

    25. Juni 2026
    Festivalprogramm
  • UNDERDOX Halbzeit 2026: Alexander Kluge

    In memoriam des großen Wegbereiters eines neuen Films

    Halbzeit-Programm: Alexander Kluges Künstliche Intelligenz

    Am 11. Juni 2026 widmet UNDERDOX seine Halbzeit im Filmmuseum München (19 Uhr) dem großen Denker und Abenteurer Alexander Kluge, der am 25. März 2026 in München verstorben ist. Wir gestalten den Abend als eine Lecture mit Angelika Lepper!

    Noch 2024 war Alexander Kluge zu Gast bei UNDERDOX, als er zusammen mit dem philippinischen ARTIST NOT IN FOCUS KHAVN ein kompiliertes Programm präsentierte. Kluge war neben Jean-Luc Godard der experimentierfreudigste und neugierigeste Filmemacher unserer Zeit. Mit KHAVN realisierte er Film-Korrespondenzen. Eines seiner letzten filmischen Abenteuer galt der KI, mit der er seine eigene Biographie neu in den Blick nahm.

    Wir präsentieren erstmals in München den letzten Langfilm, den Kluge mit der KI realisierte.
    Zu PRIMITVE DIVERSITY (2025) schreibt Alexander Kluge: „Man zählt einige der Filme aus der Zeit von 1895 – 1929, die ich als Filmemacher liebe, zur Tradition der Primitive Diversity. ‚Primitiv‘ ist hierbei nicht als Schlagwort gebraucht, sondern meint – entsprechend dem englischen Sprachgebrauch laut Oxford Dictionary – ‚ursprünglich‘, ‚früh‘, ‚unsophisticated‘. Es geht um einfache Vielfalt. Sie ist heute, im Jahr 2025, so wichtig wie das liebe Brot.“

    © Rapid Eye Movies | Alexander Kluge

    Derzeit ist im Lenbachhaus in München mit „Ontime/Offtime“ (2024) noch eine der letzten großen Installationen zu sehen. Sie kann als Summe von Alexander Kluges vielfältigen Schaffens gelten. (Im Rahmen von „Shifting the Silence. Die Stille verschieben“, noch bis 31. Januar 2027.

    Festival

    30. März 2026
    Festivalprogramm
  • Impressionen 2025

    Art & Archive: Filme und Panel

    v.l. Ute Adamczewski, Anke Hoffsten (NS-Dokumentationszentrum), Susanne Touw (Sammlung Goetz)
    v.l. Dunja Bialas mit Daniel Asadi Faezi und Mila Zhluktenko

    Young People’s Choice: junge Kurator*innen

    Die Kurator*innen Lilith Klaus und Sol
    Im Gespräch mit dem Pariser Filmemacher Robinson Drossos
    Mathieu Sauvat aus Paris

    Hangout place: Favorit Bar

    Connecting futures: Sol und der irische Filmemacher Declan Clarke

    Country & Artists in Focus: LONDON ORBITAL

    Chris Petit
    Chris Petit und Kurator Sven Koch
    Andrew Kötting und Kurator Sven Koch

    Meet & Greet: Fraunhofer Wirtschaft

    Bayerisches Mahl
    v.l. Alexandre Koberidze, Bernd Brehmer, Neil Young
    Chris Petit & Alexandre Koberidze
    Gäste des 20. UNDERDOX

    Festival

    30. März 2026
    Festivalprogramm
  • Der VIDEODOX Award 2025 geht an Chaeeun Lee & Eva Schmeckenbacher

    Die in München an der Akademie der Bildenden Künste studierende Chaeeun Lee wurde für ihre Arbeit „We Don’t Know How To Cry“ (2025) mit dem VIDEODOX Award 2025 ausgezeichnet. Ex aequo erhielt die in Stuttgart lebende Künstlerin Eva Schmeckenbacher die Auszeichnung für „Drei Hauben“ (2024).

    Der mit 1000 Euro dotierte Preis wurde im Rahmen der feierlichen Verleihung durch den Stifter Peider A. Defilla (B.O.A. Videofilmkunst) übergeben.

    Festival

    30. März 2026
    Videodox
  • FILM TALKS | Želimir Žilnik & Sarita Matijević Žilnik

    Restitucija, ili, San i java stare garde (Eighty Plus)

    Filmmaking in post socialist times, rethinking coming of age.

    Director Želimir Žilnik, producer Sarita Matijević Žilnik and Paula Ruppert (moderation)
    Munich, Filmmuseum, 10 Oct 2025

    © Fotos & Video: Dunja Bialas

    Festival

    11. Oktober 2025
    Blog
  • FILM TALKS | Andrew Kötting

    UNDERDOX country focus & artists in focus: LONDON ORBITAL

    Walking & poetry, filmmaking as performance art
    Director Andrew Kötting and Sven Koch, translator of the works of Iain Sinclair – film talk about BY OUR SELVES. Munich, Filmmuseum, 10 Oct 2025.

    © Foto & Video: Dunja Bialas

    Festival

    11. Oktober 2025
    Blog, Festivalprogramm
  • Eröffnung des 20. UNDERDOX

    Bernd Brehmer, Dunja Bialas
    Rainer Knepperges
    Ulu Braun

    DIE SCHÖNE REISE III und GERHARD

    Michael Kowalski, Otrun Bauer, Sasha Pirker, Gerald Weber
    Sasha Pirker

    EVERYONE DESERVES A SLICE OF PIE

    © Fotos: Florian Geisterstanger

    Festival

    11. Oktober 2025
    Blog
  • Der Trailer des 20. UNDERDOX

    Text: Iain Sinclair, „A Walk By Waiting“
    Musik: Adam Scovell

    Hier der ganze Kurzfilm von Adam Scovell, den wir zur Grundlage unseres Trailers genommen haben, als sphärische Einstimmung in unseren Country Focus LONDON ORBITAL.

    Mehr Informationen zur filmischen Vorgehensweise von Adam Scovell, der hier einen Spaziergang zu Harold Pinters Haus inszeniert, gibt es auf celluloidwickerman.com.

    Festival

    9. Oktober 2025
    Blog
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UNDERDOX Festival 2006—2023