Über das Festival

Initiatoren und Kuratorium

Dunja Bialas, Mitbegründerin, Leiterin und Kuratorin von UNDERDOX, Studium der Romanistik und Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft in München und Paris. Seit 2000 Redakteurin des Filmmagazins „artechock„. Von 2002 bis 2013 Kuratorin bei Dok.Fest München. Sie ist seit 2013 Vorstandssprecherin des Verbands der deutschen Filmkritik. 2014 gründete sie VIDEODOX Förderpreis – Biennale für Videokunst aus Bayern. Sie ist Mitbegründerin des bundesweiten Hauptverbands Cinephilie (2018).

Bernd Brehmer, Mitbegründer, Leiter und Kurator von UNDERDOX. Seit 1995 Mitbetreiber des Münchner Werkstattkinos. Durch seine Filmanschaffungen prägt er das international renommierte Filmarchiv. 1991 Gründung der Filmzeitschrift „24“. Von 2003 bis 2006 Verleihchef der „Exit Verleihagentur“, die sich dem dokumentarischen Film sowie deutschen Independent-Produktionen widmete. Er ist in zahlreichen Jurys vertreten und kuratiert Filmprogramme für internationale Festivals.

 Insa Wiese, gebürtige Ostfriesin. Studium der Kunst und Germanistik in Oldenburg. Nach eigenen Kurzfilmen organisierte sie zusammen mit Freunden das Kurzfilmfestival zwergWERK Oldenburg. Mitarbeit beim Hamburger Kurzfilmfestival. Seit 2009 Leitung der Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg. Lehraufträge an der Universität Regensburg. Seit 2016 wirkt sie bei der Auswahl der UNDERDOX-Kurzfilme mit.

 Janna Lihl, Studium des Communication & Multimedia Designs. Nach ihrem Master in Kulturwissenschaftlicher Medienforschung mit Schwerpunkt auf Bewegtbild ist sie u.a. als Filmvermittlerin tätig. Neben der Arbeit bei einer Filmproduktion schreibt sie Filmtexte und ist freie Journalistin bei einem Münchner Magazin. Seit 2017 ist sie als Assistenz der Festivalleitung bei UNDERDOX tätig.

UNDERDOX – dokument und experiment

UNDERDOX ist: den verän­derten Aggre­gat­zu­ständen des Doku­men­ta­ri­schen begegnen, im Spielfilm, der Video­kunst und im Doku­men­tar­film. Es geht dabei nicht um die Doku­men­ta­tionen von Wirk­lich­keit, es geht um das Expe­ri­ment »Film« auf dem Spielfeld der Wirk­lich­keit.

UNDERDOX wurde 2006 von Filmkritikerin Dunja Bialas und Kinobetreiber Bernd Brehmer (Werkstattkino) gegründet. Das internationale Festival für Dokument und Experiment zeigt Grenzen auslotende Filme zwischen Dokumentar- und Experimentalfilm, Spiel- und künstlerischen Film. Seit 2014 gibt es den biennalen Wettbewerb VIDEODOX für deutsche Videokunst (Preisgeld: 1000 Euro).

Einreichungen sind formlos auf Anfrage möglich: info@underdox-festival.de

Das UNDERDOX Manifest

  1. Wir program­mieren glei­cher­maßen Doku­mentar-, Expe­ri­mental-, Essay- und Spiel­filme und ihre erdenk­lichen Zwischen­formen.
  2. Wir proji­zieren Filme im Origi­nal­format. 16mm, 35mm und die digitalen Formate sind uns glei­cher­maßen will­kommen. Wir geben keinem filmi­schen Format den Vorzug und schließen keinen Film aufgrund seines Formats aus.
  3. Wir huldigen dem über­langen Film. In Zeiten, da Fernseh-Serien auf Festivals als Kino-Formate präsent sind, gilt uns die originär kine­ma­to­gra­fi­sche Langform als bewusst gesetztes program­ma­ti­sches Statement.
  4. Wir schicken Filme in keinen Wett­be­werb. Uns geht es um die kura­to­ri­sche Sorgfalt und den inneren Dialog, die die Filme im zusam­men­ge­stellten Programm entfalten. Flucht­li­nien, Verzwei­gungen, Abzwei­gungen und Echos wirken auf die einzelnen Filme als Vers­tärker ihrer Kunstform.
  5. Äußere Parameter sind für die Program­mie­rung nicht entschei­dend. Themen-Relevanz, Produk­ti­ons­land, Länge der Filme, Bekannt­heits­grad des Regis­seurs sind für sich genommen keine Kriterien.
  6. Uns geht es nicht darum, ein möglichst breites Publikum zu erreichen, noch um die „Branche“. Uns sind die Filme und ihre Machart wichtig, ihre oft eigen­wil­lige Annähe­rung an die Wirk­lich­keit. Unsere Program­mie­rung enhält Vorschläge für ein anderes Kino.
  7. Festivals brauchen Mehr­sei­tig­keit. Festivals sind die Ausstel­lungs­platt­form für Filme. Ohne diese wiederum wären Festivals obsolet. Weder Filme noch Festivals sollten daher einseitig vom anderen profitieren. Wir zahlen Screening Fees im Rahmen unseres leider geringen Budgets und erwarten von den World Sales Companies Entge­gen­kommen.
  8. Wir haben eine strenge Tür. Wir sehen die Filme im Kino, entweder auf Festivals oder gemeinsam bei Sich­tungs­ter­minen. Wer ins UNDERDOX Programm will, muss unserem seit Jahr­zehnten geschulten Blick als Cineasten, Kino­be­treiber und Film­kri­tiker stand­halten.
  9. Wir brauchen keine Premieren. Wir wider­setzen uns der Premie­ren­po­litik von Festivals, aber wir führen unsere Filme erstmalig in München vor.
  10. Wir sind keine Einzel­kämpfer. Wir pflegen die Part­ner­schaft und Freund­schaft zu anderen Festivals, die eine ähnliche Programm­phi­lo­so­phie praktizieren. Wir stehen im Kontakt und im Austausch mit der Viennale, dem Film­fes­tival von Rotterdam, dem Festival von Marseille, dem Forum der Berlinale, mit Bild­rausch in Basel, dem Nürn­berger Festival der Menschen­rechte.

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