In der Dunkelheit erschaffen Licht, Geruch, Visuals und Sound einen sinnlichen Raum. Die Elemente fließen ineinander. Bilder erscheinen und verschwinden in der Dunkelheit, verblassen in Weiß. Ein Raum zwischen den Räumen entsteht, form- und grenzenlos. Eine unbestimmte Präsenz wandert umher, ohne zu vergehen, und verschmilzt mit dem Feld des Lichts.
sonntag 11 okt 16:00 villa stuck performance von Lichun Tseng
Lichun Tseng NL 2025 35 min | Deutsche Premiere
Visual: Lichun Tseng | Sound: Robert Kroos 16-mm-Projektoren, Incense, Overheadprojektor und Nebelmaschine
Lichun Tseng (geb. 1979) ist eine taiwanesische Künstlerin mit Sitz in den Niederlanden. In ihren Arbeiten widmet sie sich der Erforschung der Essentialität und Entität des Lebens. Beobachtung und reflektierende Kontemplation bilden zentrale Motive ihres Schaffens. In ihren filmischen Arbeiten fängt sie den unbeschreiblichen und doch sinnlich erfahrbaren Zustand eines unsichtbaren Dazwischen mithilfe lichtempfindlichen Filmmaterials ein. Ihre künstlerische Forschung und Praxis realisiert sie hauptsächlich mit 16-mm-Film, Installationen und audiovisuellen Performances. Sie ist Mitglied der Filmwerkplaats, einem von Künstler*innen betriebenen Filmlabor in Rotterdam. Lichun Tseng
Der polnisch-deutsche Medienkünstler Michal Kosakowski untersucht die Ikonografie des Holocausts im Spielfilm durch eine Montage aus Tausenden von fiktionalen Nach-Bildern. Wiederkehrende Muster greifen auf die historischen Aufnahmen bei Kriegsende zurück und entfesseln einen erschütternden Essay über das kollektive Gedächtnis, in das die Bilder des Schreckens eingegangen sind.
LAST MOVIES
samstag 10 okt 21:00 filmmuseum zu gast: Stanley Schtinter
Der britische Filmkünstler Stanley Schtinter versammelt in seinem Kompilationsfilm LAST MOVIES eine sorgfältig recherchierte ultimative Filmgeschichte im Angesicht des Todes berühmter Persönlichkeiten. Welche Filme haben Franz Kafka, F.W. Murnau, Charlie Chaplin, Sergio Leone, John F. Kennedy, Olof Palme oder Kurt Cobain als Letztes gesehen – bevor sich ihre Erinnerung für immer auslöschte?
UNDERDOX hebt mit dem Thema „Erinnern“ die beschwörende und bewahrende Kraft des Mediums ins Zentrum seiner 21. Ausgabe.
Statement der Festivalleitung zum Thema „Erinnern“
„Unser diesjähriges Thema ‚Erinnern’ verstehen wir als eine Einladung zum Sehen, das tief in das Vergangene hinabführt: Sehen wir mit den Filmen die Bilder der Vergangenheit. Erinnern wir uns mit ihnen an die vergangene Zeit, auch im Sinne der Erinnerungskultur. Und an Filme, die wir gesehen haben, als ästhetische Fragestellung. Filme spannen im Moment der Projektion auch einen biografischen Resonanzraum auf: zu unseren eigenen Gedanken und Erinnerungen, die wir in die Filme hineintragen.“ – Dunja Bialas und Bernd Brehmer, Leitung UNDERDOX
Archivio Aperto (Bologna) – Deutsche Premiere
Die besondere Rolle des filmischen Bewahrens und Erinnerns kommt dem Archiv zu. In Zusammenarbeit mit Archivio Aperto in Bologna, dem von der Fondazione Home Movies – Archivio Nazionale del Film di Famiglia veranstalteten Festival, präsentiert die 21. Ausgabe von UNDERDOX das Programm Memory & Archive. Es versammelt zeitgenössische Kurzfilme aus früheren Festivaleditionen, die Archivmaterial auf kreative Weise wiederverwenden – mit einem besonderen Fokus auf private und amateurhafte Bildwelten und Erinnerungen. Das Vergangene aktualisiert sich in ihnen als Gegenwart der projizierten Bilder. Der präsentische Raum wird auch von unseren eigenen Erinnerungen erfüllt. – Kuratiert im Rahmen von Young People’s Choice
Michal Kosakowski: HOLOFICTION
Der polnisch-deutsche Medienkünstler Michal Kosakowski untersucht die Ikonografie des Holocausts im Spielfilm durch eine Montage aus Tausenden von fiktionalen Nach-Bildern. Wiederkehrende Muster greifen auf die historischen Aufnahmen bei Kriegsende zurück und entfesseln einen erschütternden Essay über das kollektive Gedächtnis, in das die Bilder des Schreckens eingegangen sind. Buch zum Film: „Holofiction“, hg. von Marcus Stiglegger, mit einem Vorwort von Dominique Lanzmann und Volker Schlöndorff, Schüren-Verlag, Juli 2026
Stanley Schtinter: LAST MOVIES – Deutsche Premiere
Der britische Filmkünstler Stanley Schtinter versammelt in seinem Kompilationsfilm LAST MOVIES eine sorgfältig recherchierte ultimative Filmgeschichte im Angesicht des Todes berühmter Persönlichkeiten. Welche Filme haben Franz Kafka, F.W. Murnau, Charlie Chaplin, Sergio Leone, John F. Kennedy, Olof Palme oder Kurt Cobain als Letztes gesehen – bevor sich ihre Erinnerung für immer auslöschte?
Norbert Pfaffenbichler: ADGIN PRRRX – Deutsche Premiere
Der österreichische Avantgardist Norbert Pfaffenbichler zerlegt John Frankenheimers Formel-1-Klassiker GRAND PRIX (1966) in seine Einzeleinstellungen und reassembelt sie in der Montage streng nach dem metrischen Prinzip der Dauer. Das Ergebnis ist ein verblüffender Erinnerungsreigen, der das Voranschreiten der Zeit in der permanenten Wiederkehr nahezu anhält. Noch während wir den Film sehen, werden wir in den Zustand des Erinnerns an das Gesehene versetzt.
Laura Coppens: SEDIMENTE
Laura Coppens‘ Großvater, im Krieg geboren, in der DDR aufgewachsen und zum Arzt ausgebildet, später von der Stasi als IM angeworben, dann jäh fallengelassen, als er sich weigerte, den Kontakt zu seiner Tochter abzubrechen, die sich in einen Spanier verliebt hatte und nach Madrid ausreiste. „Wir sind das Volk!“, Christa Wolfs Rede am 4. November 1989 in Ost-Berlin. Super-8-Erinnerungen der jungen Großeltern, Sommerurlaub, Verliebtsein, schwarzes Haar. Ein betörender Essay-Film.
Der kürzlich verstorbene Alexander Kluge (14.02.1932, Halberstadt – 25.03.2026, München) blieb bis zu seinem Tod ein Vordenker und Pionier des Bewegtbildes. Zuerst hatte er 1962 den deutschen Film als Unterzeichner des Oberhausener Manifests verjüngt und von der Erstarrung der Nachkriegszeit befreit. Seine Kinofilme experimentieren mit den Möglichkeiten des Erzählens. Ab 1988 revolutionierte er das Privatfernsehen, dehnte mit dem konzentrierten Gesprächsformat „10 vor 11“ die Sendezeit und rief das „Fernsehen der Autoren“ aus.
Die künstliche Intelligenz war sein letztes Abenteuer. In zwei Langfilmen lotete er die Virtualität aus, setzte eine „virtuelle Kamera“ ein und verband die künstliche mit seiner eigenen Intelligenz.
Die künstlerische Forscherin und Filmeditorin Angelika Lepper beleuchtet ausgehend von Kluges letztem Langfilm „Primitive Diversity“ (2025) die Wirkungskraft der KI für die Kunst und das Bewegtbild. Sie beschäftigt sich mit dem, was zwischen den Bildern passiert: Montage als Methode, als Epistemologie, und – seit KI dieselbe Frage anders stellt – als umkämpftes Terrain.
„Die Irrtümer der KI sind besser als manche Einsicht von uns.“ – Alexander Kluge
Primitive Diversity
Man zählt einige der Filme aus der Zeit von 1895 – 1929, die ich als Filmemacher liebe, zur Tradition der Primitive Diversity. ‚Primitiv‘ ist hierbei nicht als Schlagwort gebraucht, sondern meint – entsprechend dem englischen Sprachgebrauch laut Oxford Dictionary –‚ursprünglich‘, ‚früh‘, ‚unsophisticated‘. Es geht um einfache Vielfalt. Sie ist heute, im Jahr 2025, so wichtig wie das liebe Brot. Wir leben in einer Zeit voller Unruhe und Störung (‚Disruption‘). Ein Zeitalter der Unheimlichkeit. Gesetzt den Fall, aus dem Konflikt zwischen NATO, Ukraine und Russland entsteht kein hundertjähriger Krieg, Gesetzt den weiteren Fall, dass das ‚politische Magma‘ im Gaza, dem Libanon und dem Nahen Osten, nicht als Vulkan explodiert: dann ist immer noch damit zu rechnen, dass die Mächte China und USA einander in die Haare geraten. Ein solcher Krieg im Pazifik würde nach drei Tagen oder spätestens nach vier Wochen unsere Algorithmenwelt – samt den digitalen Clouds, die die Völker bisher noch verbinden – vernichtet haben. Das alles braucht Trost. Zum Kino gehörte – in seiner Zeit der Primitive Diversity –, dass es tröstet: weil es einen Augenblick aus der Aktualität entführt, damals noch stumm war und weil es den extremen Ausdruck, das Groteske, zulässt. Das gehört zur ‚Freiheit des Geistes‘. – Alexander Kluge
programm:
Lecture mit Angelika Lepper zu PRIMITIVE DIVERSITY
Eine scharfe, nüchterne, bissige Reise, zugleich ironisch und voller Freude, unternommen mit den Mitteln der KI. Sie führt durch die Geschichte und Zukunft der Bildtechnologie, die Politik und menschliche Fehlbarkeiten. Im Zentrum steht das Jahrhundert des Kinos: seine politischen Sackgassen und humanitären Katastrophen, aber auch seine Utopien und gelungenen Eutopien. Der Großteil der oft grell-bunten Bildwelt wurde mithilfe von KI erschaffen; zugleich sind andere Materialien und Texturen eingewoben: Ausschnitte aus Kluges essayistischem TV-Labor, darunter eine Szene, in der Helge Schneider, Deutschlands wohl größter lebender Komiker, das Stummfilmkino allein durch Mimik und Gestik erklärt und aufführt.
PRIMITIVE DIVERSITY R: Alexander Kluge | DE 2025 | 80 min
Räumlichkeit. Verortung. Im Zimmer. Auf dem Bildschirm. Die Protagonistinnen unseres Programms werden gesehen, sehen und suchen. Im Zimmer. Auf dem Bildschirm. Von unterwegs. Mit Première Ligne@Young People’s Choice wollen wir zu einer Reise durch Töne und Bilder einladen, die die Grenzen zwischen Realität und Virtualität, zwischen Dokumentation und Fiktion in Unklarheit verschwimmen lassen. Wer obsessiv sucht, wandert auf einem schmalen Grat zwischen dem Finden und dem Verlorengehen. Bei genauerer Obduktion erscheint der Begriff des Suchens so weit gefasst, wie das Gefundene entfernt bleibt. Am Anfang jeder Suche steht ein Wunsch – ein Traum von etwas, das erreicht werden soll. Als Nächstes die Frage: „Wie suchen?” Recherchieren. Von Zuhause. Im Internet. Unterwegs. Im Außen. Mit Hilfe anderer? Im Zufall selbst? Auch wir haben gesucht. Nach jungen Filmen und Filmemacherinnen. In und zwischen Frankreich und Deutschland. Entstanden ist daraus ein Programm, in dem das Zusammenspiel dieser einzigartigen Filme zu etwas Neuem geführt hat. Etwas, in dem es sich zu verlieren lohnt. Gefunden haben wir es doch und wollen es aus diesem Grund umso lieber zeigen. – Sol & Lilith
Première Ligne ist ein junges Filmfestival in Saint-Médard-en-Jalles in der Nähe von Bordeaux, das sich den Debütwerken aufstrebender Regisseur:innen widmet. Wir freuen uns sehr über diese Zusammenarbeit.
Während eines Telefonats erzählt er ihr von den Geräuschen und Erinnerungen einer Aussicht, die er nicht mehr hat, die sie aber mit ihm übersetzen könnte. „Weißt du, ich würde mich wirklich freuen, wenn wir eine gemeinsame Sprache finden würden.“ Vielleicht finden sie sie am Ende doch noch?
Garance Kim FR 2023 | Deutsche Premiere 15 min | Französisch
Garance Kim (geb. 1996 in Paris) Bachelor-Abschluss in Filmwissenschaft an der Universität Paris 8 Saint-Denis und arbeitet als Schauspielerin, Autorin und Regisseurin. Sie tritt auch für zeitgenössische Künstler wie Laure Prouvost, Min Oh und seit kurzem Flora Bouteille auf.
R+B+K+E+M+P: Garance Kim | S: Adrien Cannepin | Mit Alexandre Cheikh, Garance Kim
Ein kontemplatives Abenteuer in die Tiefen einer lauten Welt. Geleitet von einer fernen Melodie, die durch Beton und Fels hallt, folgen wir einer Figur, die durch die Dunkelheit wandert. Im Schein seiner Taschenlampe nehmen seltsame Orte Gestalt an, und das Geräusch von Wassertropfen auf dem Boden untermalt seine Schritte. In der Ferne hören wir gedämpfte Musik.
Robinson Drossos FR 2024 | Deutsche Premiere 7 min
Robinson Drossos (geb. 1996 in Paris) Filmemacher, Animator und Komponist mit Sitz in Paris. Seine Arbeit konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Ton und Bild. Er ist auf traditionelle handgefertigte Animationen spezialisiert und absolvierte die École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris. robinsondrossos.com
R+Animation+M+SD: Robinson Drossos | P: Ecole Nationale Supérieure des Arts Décoratifs (ENSAD)
Zwei Pokémon-ähnliche Freunde begeben sich gemeinsam auf eine Reise, um mithilfe von Online-Tutorials alle möglichen Fähigkeiten zu erlernen. Der Film ist eine freie Adaption von Flauberts „Bouvard et Pécuchet” (1881) und untersucht die Dynamiken, die in unserer heutigen Zeit des Online-Selbststudiums und der YouTube-Tutorials wirken. Geleitet von algorithmischen Empfehlungen versuchen B und P, ohne pädagogischen Kompass alles zu lernen, und geraten dabei jeden Tag in neue Irrwege.
Marion Balac FR 2024 | Deutsche Premiere 23 min
Marion Balac (geb. 1984) ist bildende Künstlerin und Absolventin der ENSBA Lyon und der Paris 1 Panthéon-Sorbonne. Sie nutzt die Ressourcen des Internets und konzentriert sich dabei auf dessen dynamische Spielfelder, deckt deren Ungereimtheiten auf, lenkt deren Nutzung zu poetischen Zwecken oder sozialen Erfahrungen um und schafft neue Fiktionen, sowohl auf dem Bildschirm als auch außerhalb davon. marionbalac.com
R+Animation: Marion Balac | Voiceover: Emily Christine | Dubbing: Ramsey Arnaoot M: Carlos Carbonell
Vor mehr als fünf Jahren habe ich diese Form zum ersten Mal gezeichnet, fast ohne es zu wollen. Obwohl mir die Geheimnisse, die dieses Symbol verbirgt, noch nicht offenbart worden waren, hatte ich bereits beschlossen, es zu benennen: Ein Geheimnis. Ich wünschte mir, ich könnte in diesen Traum eintreten. Ich suchte nach einem Ort, an dem die Linien der Straßen ein Geheimnis zeichnen würden. Der Horizont: Er befindet sich in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Mein Film ist in vier Kapitel unterteilt und ist ein Initiationsdokumentarfilm, der von der Verfolgung eines Traums an den Grenzen der Realität erzählt. – Mathieu Sauvat
Mathieu Sauvat FR 2025 | Deutsche Premiere 36 min
Mathieu Sauvat Absolvent der École des Beaux-Arts in Paris. Seine Arbeit umfasst verschiedene Medien – Schreiben, Singen, Zeichnen, Basteln und poetische Erfindungen –, die zusammen sein Kino entstehen lassen.
Ein Haus mit runden Fenstern. Davor: ein Pool. Die Bewohnerin verlässt das Haus nie. Stattdessen trainiert sie, um Synchronschwimmerin zu werden. Doch ihre absolute Einsamkeit wird gestört, als eine mysteriöse Gestalt in einem Neoprenanzug auftaucht.
Lilith Klaus DE 2025 | Deutsche Premiere 8 min
Lilith Klaus (geb. 2000 in Nürnberg, Deutschland) Filmwissenschaft und Philosophie an der Freien Universität Berlin. Neben der Produktion eigener Filme hat sie an zahlreichen Filmprojekten mitgewirkt, darunter mit Julian Radlmeier (Sehnsucht in Sangerhausen, 20. UX).
R+B: Lilith Klaus | K: Sol | | E: Lilith Klaus, Anaïs Urban
1934 begann das nach einer Motte benannte „Automeris Project“: Eine Gruppe in einem Wald isolierter Kinder erfuhr von der Außenwelt nur über Indoktrinationsfilme, die von zwei Amateur-Wissenschaftlern gedreht wurden, und die, mit dem Ziel, positive Impulse zu setzen, die Fülle US-amerikanischer Zivilisationsleistungen repräsentierten. Pirondi und Ray-Trapido rekapitulieren die Spuren des Projektes und rekonstruieren anhand überlieferter Aufzeichnungen einen dieser eigenwilligen Lehrfilme. – Bernd Brehmer
Leonardo Pirondi, Zazie Ray-Trapido PT, USA 2023 | Deutsche Premiere 11 min | Englisch
Leonardo Pirondi
Geb. 1999 in São Paulo, Brasilien. Filme über Welten, die die Grenze zwischen Realität und Fiktion verwischen.
Filme (Auswahl)
Seja Bem-Vindo ao Lar 2023 | When We Encounter The World 2023 | Potenciais à Deriva 2024
Zazie Ray-Trapido
Filmemacherin aus New York und Philadelphia.
Filme (Auswahl)
The Instability of Clouds 2024 (20. UX) | Language Decay 2025 (20. UX)
R+B+K+E: Leonardo Pirondi, Zazie Ray-Trapido | Mit Zazie Ray-Trapido
Die Sonnenfinsternis am 8. April 2024, gefilmt auf Super-8 und 16mm in ihrer Totalität der Verdunklung und in den drei Zeitzonen von Mexiko, Illinois und Ohio.
Kevin Jerome Everson USA 2025 36 min | ohne Dialoge
Kevin Jerome Everson
Geb. 1965 in Mansfield, USA. Interesse für die afroamerikanischen Lebens- und Arbeitswelten und daran, das Unsichtbare sichtbar zu machen.
Filme (Auswahl)
Rhino 2018 | Travelling Shoes 2019 | Recovery 2020 | When the Sun is Eaten 2025
R+E: Kevin Jerome Everson | K: Kevin Jerome Everson, Jack Doerner, Andrew Mausert-Mooney, Kera MacKenzie, u.a. | M+SD: David Dominique | P: Madeleine Molyneaux Mit Derron Everson
Wittmann sucht nach dem Augenblick, in dem ein Mensch oder eine Landschaft am schönsten ist. Aber woanders, als in dieser Schönheit, lässt sich ein Unheil zeigen, das noch etwas bedeutet? Woanders zeigt sich das Gewicht, das die bedrohte Erde an jedem Tag verliert? Woanders lässt sich der Verlust einer sinnlichen Beziehung zur Schönheit der Welt erzählen? Alles und nichts, die Hölle, das Paradies. – Patrick Holzapfel
Helena Wittmann DE 2025 10 min | ohne Dialoge
Helena Wittmann
Geb. 1982 in Neuss. Filmemacherin, Drehbuch-autorin und Kamerafrau. Sie studierte Spanisch und Medienwissenschaften in Erlangen und Hamburg und an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK). www.helenawittmann.de
Filme (Auswahl)
21,3°C 014 (9. UX) | Drift 2017 | Human Flowers of Flesh 2022
R+B+K+E+P: Helena Wittmann SD+M: Nika Son | Mit Dagmar Bock, Theresa George, Julia Tielke, Arda Çiltepe
Sommer-Abschluss in München: Die letzten Partys, die letzten Tage am Fluss, die letzten Verheißungen uneingelöster Möglichkeiten. Gefilmt mit einer Sony PD150 (von David Lynchs „Inland Empire“) entsteht ein melancholischer, digital versprengt-verpixelter Tagtraum über das Ende eines Zustands, der sich jedes Jahr wiederholt, dabei nie wirklich greifen lässt. Dann: Ein wartender Wagen, der den Sommer beenden wird, die Figuren hinausführen aus den sehnsüchtigen Zwischenzuständen, die diesen Film begründen. – Benedikt Guntentaler
Ferdinand Klösters DE 2025 | Weltpremiere 15 min | Deutsch
Ferdinand Klösters
Geb. 2005 in München. Derzeit Studium an der University of Wisconsin-Madison. Dort verbindet er sein Studium mit seiner Leidenschaft für den Tennissport. Mit seiner Sony PD150 wirkt er an freien Filmprojekten als Kameramann mit.
R+B+K+S: Ferdinand Klösters | E: Noah Mrosczok | Mit Kilian Klösters, Julian Schneidt, Alessandro Simon