Zum Inhalt springen

21. UNDER|DOX 08 – 14 OKT 2026

  • news
  • tickets
  • programm
  • performance
  • filme 2026
    • langfilme a-z
    • shorts 1
    • shorts 2
    • erinnern
    • das schweigen brechen
    • brazil
    • archivio aperto bologna
    • keine freigabe
    • halbzeit: Alexander Kluge
  • festival
    • about
    • praktische infos
    • partner
    • presse
  • archiv
  • newsletter
  • news
  • tickets
  • program
  • performance
  • films 2026
    • features a-z
    • shorts 1
    • shorts 2
    • remembering
    • breaking the silence
    • brazil
    • archivio aperto bologna
    • no clearance
    • Alexander Kluge
  • festival
    • about
    • practical information
    • Partners
    • Presse
  • archive
  • newsletter
  • Água Mãe



    montag 12 okt 18:00 werkstattkino | cine ibérico | filming nature
    ticket

    In dem kleinen südportugiesischen Mértola gibt es viele alte Wassermühlen. Die Gezeiten rhythmisieren das Leben. Die Farbe des Wassers und das Aussehen der Landschaft ändern sich im Laufe des Jahres. Der Ort hat auch eine Dichterin hervorgebracht, Manuela Ferreira. In ihrem Gedicht „Alma“ stellt sie die wichtige Frage: „Warum betrachten wir den Fluss?“

    Hiroatsu Suzuki & Rossana Torres
    PT 2025 | Deutsche Premiere
    Grand Prix, Doclisboa

    72 min | Portugiesisch

    Hiroatsu Suzuki

    Geb. 1970 in Japan. Autodidaktischer Filmemacher und bildender Künstler. Nach einigen Erfahrungen mit unabhängigen Filmproduktionen zog er von Kyoto nach Okinawa, wo er sich für die Landschaftsfotografie interessierte. Er reiste nach Europa, um seine visuelle und künstlerische Praxis durch Fotografie und Filmbetrachtung zu entwickeln. Nachdem er einige
    portugiesische Filme gesehen hatte, beschloss er, in Portugal zu bleiben.

    Rossana Torres

    Geb. 1965 in Rumänien. Studierte bildende Kunst und Film in Lissabon. Sie gründete den Verein Entre Imagem für Filmproduktion sowie Kultur- und Bildungsprojekte. Seit 1994 lebt und arbeitet sie in Mértola.

    Gemeinsame Filme

    Cordão Verde 2009 | O Sabor do Leite Creme 2012 | Terra 2018 (14. UX) | Água Mãe 2025

    R+E+S+P: Hiroatsu Suzuki, Rossana Torres | K: Hiroatsu Suzuki | SD: Hugo Leitão | WS: Rua Escura Filmes | Stimme: Rossana Torres

    Festival

    24. September 2026
  • Afterlives



    freitag 9 okt | 18:00 werkstattkino | new avant-garde cinema
    ticket

    In seinem ersten abendfüllenden Desktop-Dokumentarfilm für das Kino setzt sich Filmemacher Kevin B. Lee mit den historischen Spuren extremistischer Propaganda und den Bemühungen derjenigen auseinander, die ihren gewaltsamen Auswirkungen entgegentreten. „Afterlives“ untersucht, wie man der in diesen Medien eingeschriebenen Gewalt begegnen kann – mit dem Ziel, über ihre toxischen Effekte hinauszugehen und sich mit Machtstrukturen auseinanderzusetzen, die vom kolonialen Erbe bis ins digitale Zeitalter reichen. Zwischen virtuellen und physischen Umgebungen bewegend, begegnet der Film einer Künstlerin, einer Aktivistin und einer Forscherin, die das Erbe des gewaltsamen Extremismus nutzen, um neue Bilder und Erzählungen zu schaffen – und damit neue Möglichkeiten für die Zukunft eröffnen. – pong film

    Kevin B. Lee
    DE, FR, BE 2025

    88 min | Englisch, Deutsch | Desktop

    Kevin B. Lee

    Geb. 1975. Studierte Film, Video, New Media, Animation und Visual Critical Studies am Art Institute of Chicago. Seit 2022 ist er Professor für die Zukunft des Kinos und der audiovisuellen Künste an der Università della Svizzera italiana (USI) in Kooperation mit dem Locarno Film Festival. AFTERLIVES ist sein Langfilmdebüt.

    Filme (Auswahl)

    Banana 2002 | Transformers: The Premake | Occupation 2016 | #movieofmylife 2017| Harun Farocki: The Counter-Image 2019 | Harun Farocki: Presented 2020 | Harun Farocki: Lexicon 2020 | Afterlives 2025

    R+B: Kevin B. Lee | K: Ginan Seidl | E: Janina Herhoffer | S: Aline Bonvin | SD: Laszlo Umbreit | M: Tadklimp, Maya Shenfeld | P: Caroline Kirberg | V: Arsenal | WS: pong film | Mit Kevin B. Lee, Morehshin Allahyari, Nava Zarabian, Anne Speckhard

    Festival

    24. September 2026
  • ADGIN PRRX



    sonntag 11 okt 17:00 filmmuseum | pole position 2 | zu gast: Norbert Pfaffenbichler
    ticket

    „Grand Prix” in der Werkstatt des Avantgardisten: Der Film wird in seine Einzel-Shots zerlegt und nach der Länge seiner Einstellungen neu montiert. Es beginnt mit einem Stakkato ultrakurzer Filmfragmente, das die Zeit regelrecht überwindet, so rasant wechseln in Millisekunden die Bilder. Bald beginnt man, sich in einer gemächlicheren Geschwindigkeit einzurichten. Einmal sitzt man mit Antonio Sabàto im Cockpit, wird von einer heftig unter einem dahinfliegenden Rennstrecke mitgerissen. Ein erstaunlicher Effekt legt sich durch die streng metrische Anordnung über die Narration und die erzählte Zeit. Alles wird alptraumhaft durch Bilder, die an verschiedenen Filmpunkten wiederkehren, nicht in der Psycho-Logik des Plots, sondern allein in der metrischen Logik der Montage. – Ein beeindruckendes Essay über Zeit und Erinnerung. – Dunja Bialas

    Norbert Pfaffenbichler
    AT 2026 | Deutsche Premiere

    167 min | Englisch

    Norbert Pfaffenbichler

    Geb. 1967 in Steyr, Österreich. Studierte an der Universität für Angewandte Kunst, Meisterklasse für Visuelle Mediengestaltung, in Wien. Seit 2001 ist er als freischaffender Künstler, Filmemacher und Kurator tätig. Lebt und arbeitet in Wien.


    Filme (Auswahl)

    Notes on Film 02 2006 (1. UX) | Mosaik mécanique 2007 (3. UX) | A Messenger from the Shadows (Notes on Film 06 A / Monologue 01) 2013 (9. UX) | Invest in Failure (Notes on Film 06 C /Monologue 03) (13. UX) | 2551.01 –The Kid 2021 (16. UX) | 2551.02 – The Orgy of the Damned 2023 (18. UX) | 2551.03 – The End 2025 (20. UX) | ADGIN PRRX 2026 | Frankenstein Fragment 2026

    R+B+E+P: Norbert Pfaffenbichler | WS: Sixpackfilm

    Festival

    24. September 2026
  • Active Vocabulary



    mittwoch 14 okt 18:00 werkstattkino | thema: erinnern | zu gast: Yulia Lokshina
    ticket

    Eine russische Lehrerin wird von einer Schülerin denunziert, weil sie im Unterricht die Invasion der Ukraine kritisiert. Im Exil in Berlin stellt sie mit einer Schulklasse den Fall nach. Sie will verstehen, warum es zu dem Verrat kam, und welche Auswirkungen und Konsequenzen Zensur und Verfolgung auf das Leben der Einzelnen und die Gemeinschaft haben. – Eine Lehrstunde über Totalitarismus, Verrat und Widerstand und ein dokumentarisches Experiment.

    Yulia Lokshina
    DE 2025
    Goldene Taube, DOK Leipzig
    82 min | Deutsch, Englisch, Russisch,
    Kirgisisch

    Yulia Lokshina

    Geb. 1986 in Moskau, Russland. 
Studierte Dokumentarfilmregie an der HFF München. Im Zuge ihrer Arbeit am Forum Internationale Wissenschaft in Bonn entstanden audiovisuelle Projekte an der Schnittstelle von Film und Wissenschaft.

    Filme

    Run, don’t walk 2014 | Days of Youth 2018 | Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit 2020 | Active Vocabulary 2025 | Im Umkreis des Paradieses 2026

    R+B+P: Yulia Lokshina | K: Nina Wesemann | E: Yulia Lokshina, Maya Klar | A: Felix Klee | S: Jakob Gross | SD: Alejandro Weyler | WS: Yulia Lokshina

    Festival

    24. September 2026
  • Shorts 2: Munich Orbital

    dienstag 13 okt 20:00 werkstattkino

    1. Teil Shorts 1: The B-Side of the Landscape (montag 12 okt 20:00 werkstattkino)

    Le Château Rothschild désert (Ihr Name)

    © films pour demain

    Dunja Bialas & Amelie Hochhäusler DE 2026 | 7 min | DVCam & Mobiltelefon | Französisch, Deutsch | Weltpremiere

    1975 inszeniert Marguerite Duras im Château Rothschild bei Paris ihren experimentellen Erinnerungsfilm INDIA SONG. Ein Jahr später dreht sie ein Remake: Sie behält die Originaltonspur bei und verbindet sie mit Aufnahmen, die den Verfall des Ortes dokumentieren. 50 Jahre später besuchen wir das Schloss. – Dunja Bialas & Amelie Hochhäusler


    Désert sauvage

    © LUZI

    LUZI DE, MA 2026
    8 min | ohne Dialog | Weltpremiere

    Das Nichts und die Wüste. Das Nichts und die Umgebung. Das Nichts und die Straße. Alle reden über Hitze. Hitze 2026. Das Bewusstsein verlässt den Körper und schwebt darüber. Angenehm und verstörend. Traumlandschaften und Nichts. Abgeschieden. Wüste. Beruhigend. Weich. Der Schatten wird zum höchsten Gut. Und Windräder von Siemens sind über das Gebiet verstreut. Marokko, 2026.
    Beim Fahren durch die Windschutzscheibe gefilmt. Ich möchte keine Geschichte erzählen. – LUZI

    Der Hund

    © Noah Mrosczok

    Noah Mrosczok DE 2026 | 6 min | DVCam | ohne Dialog | Weltpremiere

    Ein Hund läuft durch einen Wald. Die verpixelte Digitalkamera folgt seinen Bewegungen, seinen Laufwegen, seinem Innehalten und seinen Abschweifungen. Aufgenommen mit der legendären Sony PD150 erscheint die Natur als entrückter Raum der Möglichkeiten, den ihr tierischer Protagonist selbstständig erkundet. Eine Entdeckungsreise. – Noah Mrosczok

    Mein Innenhof / Double Entendre

    © Benedikt Guntentaler

    Benedikt Guntentaler DE 2026 | 5 min | DVCam & WebCam | Deutsch | Weltpremiere

    Voyeurismus und gebrochene Filmbilder. Eine statische Einstellung meines Innenhofes, samt separierter Tonebene und einem digitalen Bruch, der zeigt: Nothing ever really changes. Nur unser Blick auf das Kino und den Wind in den Blättern. Für Alfred Hitchcock und Aleksandre Koberidze. – Benedikt Guntentaler

    Reise IV

    © Rainer Knepperges

    Rainer Knepperges DE 2026 | 3 min | ohne Dialog | Weltpremiere

    Alle Wege führen nach München, nur nicht der mittlere! Rainer Knepperges vierte REISE stellt erneut ein filmisches Durchschreiten von Städten, Partys, alltäglichen Merkwürdigkeiten und Schönheiten dar. Überblendungen setzen sich über Distanzen hinweg, Split-Screens etablieren einen geteilten Kosmos.

    Stubenhocker-Rocker

    © Okin Cznupolowsky

    Okin Cznupolowsky DE 2020 |
    3 min | Deutsch | in memoriam

    Zeit des Lockdown. Alle sind im Stadtpark oder auf der Beach-Party. Nur einer ist vernünftig und bleibt zuhause: der Stubenhocker-Rocker.
    In memoriam Okin Cznupolowsky

    This Desirable Device

    © Mina Simendić

    Mina Simendić DE, SRB 2026 | 17 min | Serbisch

    Untersuchungen der Sprache und des Films – genauer: des Filmmaterials – als sprachliches Werkzeug sowie der ihr eingeschriebenen Macht. Was heißt es, zwischen Ländern, Sprachen und den jeweiligen Lebenswelten zu stehen? Welche Verluste kann – oder muss – man für ein Leben unter neuen Restriktionen im „promised land Germany“ in Kauf nehmen? Essayistische Navigationen durch Behördenduktus, Wortspielereien und den Produktionsprozess des Filmemachens als (Un-)Möglichkeit des Sprechens.

    Von allen Seiten

    © Myriam Arleth

    Myriam Arleth DE 2026
    14 min | Deutsch

    Ein Park in Berlin. Pfade, die sich verzweigen, Fragmente narrativer Fäden, die zeitlich wie räumlich aufgebrochen um eine Leerstelle kreisen. Ein ständiges Umschlagen alltäglicher Lebenswirklichkeit ins fast Geisterhafte.

    Die Zeiten des Nein (Les saisons du non)

    © Claire Angelini

    Claire Angelini FR 2026 | 16 min I HD I Italienisch | Weltpremiere

    Der berühmte italienische Autor Mario Rigoni Stern widmete sein schriftstellerisches Leben der Aufarbeitung seiner schrecklichen Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg – er selbst hatte seine Kindheit in Landschaften an der italienisch-österreichischen Grenze verbracht, die von den Spuren des Ersten Weltkriegs (1916–1918) geprägt waren. Heute hat sein Urenkel das Erbe angetreten, erneut Nein zum Krieg zu sagen.

    Festival

    21. September 2026
  • Shorts 1: The B-Side of the Landscape

    montag 12 okt 20:00 werkstattkino

    2. Teil Shorts 2: Munich Orbital (dienstag 13 okt 20:00 werkstattkino)

    Der Angriff des Alfred Edel auf sich selbst

    © Jan Soldat | sixpackfilm

    Jan Soldat AT, DE 2026 | Deutsche Premiere
    15 min | Deutsch

    Er war das, was man einen Schauspielexzentriker nennt. Wenn er vor die Kamera marschierte, brachte er seine eigene Welt mit. Und für die Dauer seines Auftritts okkupierte er den Film. Alfred Edel (1932-1993), Charakterschädel des Neuen Deutschen Films, ließ keinen Platz neben sich, wozu auch? Soldat widmet dem genialen Dilettanten eine überaus anregende Archivkomposition. – Viennale


    Audry Lornacle or 14 Days in DJ’s House

    © Dagie Brundert

    Dagie Brundert DE 2025 | Preis des Deutschen Wettbewerbs, Kurzfilmtage Oberhausen | 8 min | Super 8 | Englisch, Deutsch

    Angesiedelt in Derek Jarmans Cottage in einem Flecken in England, wo es die schönsten Kiesel gibt. Und auf die aller­schönste Weise wird das Orakel verball­hornt, das die Regisseurin auf den Wiesen hinter dem Haus entdeckt, wo Nachbarin Audry täglich neue Wäsche im Wind flattern lässt. Betörend sind die Super-8-Bilder, der leichte Gitarrensound und die Stimme, mit der die Off-Erzählerin ihren Reisebericht einmal auf Deutsch, dann auf Englisch einspricht. – Dunja Bialas

    Auf der Rückseite der Landschaft

    © Philipp Hartmann

    Philipp Hartmann DE 2026 | Deutsche Premiere | Flash Award, FID Marseille
    30 min | 16mm | Deutsch, Spanisch

    Ein alternder Filmemacher mit schwindender Sehkraft wartet auf einem Parkplatz auf seine Frau. Zwischen Bau- und Supermarkt, Elektronik-Discounter und Autowaschanlage denkt er nach – über die Erlebnisse beim Mittagstisch und auf der Bank in der Sonne neben Aldi, über das Geschehen anderswo in der weiten Welt, über Sonderangebote und über nicht realisierte Filmprojekte. Ein Portrait an und von einem Nicht-Ort. Beobachtet in handentwickeltem 16mm-Film. – Philipp Hartmann

    Electric Birds

    © Ulu Braun

    Ulu Braun DE 2026 | Weltpremiere
    17 min | ohne Dialog

    „Electric Birds“ legt die anthropozentrischen Filter offen, durch die wir unsere Umwelt wahrnehmen. Der Film kontrastiert Natur und Zivilisation und zeigt Landschaften im Übergang, dort, wo Wald zu Brettern wird und Stromleitungen den Himmel durchschneiden. Im Wechsel der Perspektiven von Vogel, Kamera und Mensch entsteht ein Sog in eine Parallelwelt archaischer Existenz. Eine Verdichtung der Sinne löst vertraute Blickordnungen und tastet sich an die Frequenz der Vögel heran. – Ulu Braun

    L’Effacement

    © Julien Rivoire

    Julien Rivoire FR 2026 | Weltpremiere
    6 min | Animation

    Inspiriert von einer orientalistischen Ästhetik und von den Bildern aus Gaza versuche ich, die koloniale Vorstellungswelt zu untergraben. Jedes einzelne Bild wird sorgfältig ausgearbeitet, anschließend ausradiert, verwischt, weggewischt, zerrissen und über mehrere Tage hinweg auf demselben Blatt Papier immer wieder neu bearbeitet. Die Tonspur verbindet palästinensische Stimmen mit den Geräuschen israelischer Drohnen, entnommen aus Videos in den sozialen Medien. – Julien Rivoire

    Flim Flam

    © Siegfried A. Fruhauf | Sixpackfilm

    Siegfried A. Fruhauf AT 2026
    15 min | Animation | ohne Dialog

    Aufnahmen eines Spielzeugzebras werden geschnitten, geklebt, umgekehrt und bis an die Grenzen der Unlesbarkeit manipuliert. Die vorgebliche „Wahrheit“, die der Film verspricht, hängt von Rahmung, Zusammenhang und Beweggründen ab. Dieses Medium ist inhärent unzuverlässig, rutschig und Veränderungen unterworfen. Es steckt sogar im Titel: Einmal schnell die Buchstaben getauscht, und aus „Flim“ wird „Film“. – Chris Clarke

    Forever … Forever

    dienstag 13 okt 18:00 theatiner
    mit James Benning, EIGHT BRIDGES

    Johann Lurf © Sixpackfilm

    Johann Lurf AT, FR 2026 | 21 min | 65mm | ohne Dialog

    Ein Experiment in Zeit, Licht und Raum: 22 Monate, Tag und Nacht durch alle Jahreszeiten derselbe und doch stets andere Blick auf den Ottenstein Stausee im niederösterreichischen Waldviertel, dargereicht vom 70mm-Wizard Lurf. Mit seiner selbst konstruierten Kamera, die autonom Lichtmessung, Stand- und Bewegtbild kombiniert, und dem stetig fließenden sub-sonischen Soundteppich von Jung An Tagen bringt er die Leinwand zum Glühen und definiert wie nebenbei, was dieses fragile Geschöpf, das sich Kino nennt, im Innersten zusammenhält. – Bernd Brehmer

    Kommunist Kar Kommandos

    © Markus Mischkowski & Christos Dassios

    Markus Mischkowski & Christos Dassios DE 2026 | 3 min | 16mm | ohne Dialog

    Man könnte diese dreieinhalb Minuten als Reenactment und Hommage an Kenneth Angers Klassiker „Kustom Kar Kommandos“ von 1965 lesen; doch geht es hier und heute nicht mehr nur darum, die männliche Liebe zum Auto auf ihren homoerotischen Gehalt abzuklopfen. Die nostalgische Volte zielt vielmehr auf den Experimentalfilm selbst und auf die DDR, aus der der Wartburg eben nicht zufällig stammt. Aber ist das nun Liebe? Parodie oder Dekonstruktion? Die Antwort bleibt aus. – Kurzfilmtage Oberhausen

    A Man jumps into the Water (Un hombre que salta al agua)

    © Nicolás Zukerfeld

    Nicolás Zukerfeld AR 2026 | Deutsche Premiere | 10 min | 16mm | Spanisch

    Ein Mann taucht in einem See in einem Park in Buenos Aires unter, und niemand sieht ihn wieder auftauchen. Ausgehend von dieser rätselhaften und mysteriösen Kurzmeldung, deren Bedeutung sich umso mehr vernebelt, je tiefer man versucht, ihr auf den Grund zu gehen, konstruiert Nicolás Zukerfeld einen Film, der sich weniger wie eine Ermittlung, sondern eher wie ein Streifzug entfaltet. – FID Marseille

    Search for Immortality (La búsqueda de la inmortalidad)

    © Nicolás Zukerfeld

    Nicolás Zukerfeld AR 2026 | Deutsche Premiere | 5 min | 16mm | ohne Dialog

    Ein Buch, das in drei Kapitel unterteilt ist und 128 Seiten umfasst. Ein Film mit 3.420 Bildern pro Sekunde, gedreht mit einer Bolex H16 Rex auf 16mm-Material. Vielleicht ist die Suche nach Unsterblichkeit genau das: der Versuch, eine Gesamtheit einzufangen, die zugleich unmöglich und fragmentarisch ist. – Synchro Film Fest

    Zum Mars

    © Rainer Knepperges

    Rainer Knepperges DE 2026 | Weltpremiere | 5 min | Deutsch

    Köln ist in Deutschland der einzige Ort, an dem Astronauten ausgebildet werden. Der Astronaut Matthias Maurer, Projektleiter der Luna-Anlage in Köln, gibt ein Radio-Interview.

    Festival

    21. September 2026
  • Programm 2026

    programm-folder [DE]
    katalog [DE/EN]

    samstag 3 okt

    19:00 werkstattkino | pole position 1

    Grand Prix

    John Frankenheimer USA 1966 | 176 min | engl. OV

    Der Grand-Prix-Fahrer Pete Aron wird von seinem Rennteam entlassen, nachdem er bei einem Unfall in Monaco seinen britischen Teamkollegen Stoddard verletzt hat. Aron wechselt zum japanischen Team und beginnt eine Affäre mit Stoddards Ex-Frau. Gedreht bei laufendem Rennbetrieb auf den Strecken von Monte Carlo, Brands Hatch und Monza.

    Grand Prix © Circus Park

    60 Jahre später setzt ADGIN PRRX des österreichischen Avantgardisten Pfaffenbichler GRAND PRIX neu zusammen – unser 2. Film der Pole Position!

    Pole Position 2: Adgin Prrx (Sonntag, 11.10. 17 Uhr Filmmuseum)
    Pole-Position-Kombiticket 14€

    donnerstag 8 okt

    19:00 filmmuseum münchen | opening night

    Everything Else is Noise (Lo demás es ruido)

    Nicolás Pereda MX, DE, CA 2026 | 71 min | span. OmeU

    Die Kammerspiele des Mexikaners Nicolás Pereda sind Lieblingsfilme von UNDERDOX. Diesmal geht es um eine mexikanische Komponistin und Cello-Spielerin, die ein TV-Interview geben soll. Akustische Störungen sprengen indes die Antworten. Komisch, ironisch, lakonisch: Eine ungewöhnliche Persiflage auf das Künstler-Interview.

    Insieme insieme | Artist in Focus

    Insieme insieme © Bernardo Zanotta

    Bernardo Zanotta NL/BR/FR 2022 | 37min | Deutsche Premiere

    Ein mysteriöses Trio nimmt während eines Italien-Urlaubs einen ahnungslosen Touristen gefangen.

    Zu Gast: Bernardo Zanotta

    Trip After | Archivio Aperto (Bologna)

    Trip After © Ukrit Sa-nguanhai

    Ukrit Sa-nguanhai NZ, TH 2022 | 10 min | OmeU

    In den 1960er-Jahren bereisten mobile Filmeinheiten des United States Information Service (USIS) den Nordosten Thailands und zeigten der Landbevölkerung Propagandafilme. Ein Travel-Vlog zurück in die Vergangenheit.

    Zu Gast: Stella Kluge (Young People’s Choice)

    freitag 9 okt

    18:00 filmmuseum | thema: erinnern

    Archivio Aperto (Bologna)

    Filme von Isabelle Prim, Nicola Eddy, Oscar X. Illingworth, Nataliya Ilchuk, Natalie Cubides-Brady
    Länder: FR, IT, EC, GB, UA | Länge: 84 min

    Das Festival Archivio Aperto, seit 2008 in Bologna, ist den Home Movies gewidmet. Es geht um die Sichtbarmachung, Reflexion und Aufklärung des kleinformatigen Filmerbes und um die Wiederverwendung im zeitgenössischen Kontext. Wir zeigen Highlights aus dem Festivalprogramm von Bologna!

    Zu Gast: Nicola Eddy, Stella Kluge (Young People’s Choice)

    18:00 werkstattkino | new avant-garde cinema

    Afterlives

    Kevin B. Lee DE, FR, BE 2025 | 88 min | engl. OV | Desktop

    Die historischen Spuren extremistischer Propaganda und deren Auswirkungen. Wie kann der in den Medien eingeschriebenen Gewalt begegnet werden? Begegnung mit einer Künstlerin, einer Aktivistin und einer Forscherin, die neue Bilder und Erzählungen schaffen wollen. Überwiegend am Desktop entstanden, bewegt sich der Film zwischen dem virtuellen Bildschirm und der physischen Umgebung. Ein Film, der neue filmische Möglichkeiten für die Zukunft eröffnet.

    20:00 werkstattkino | new narrative cinema

    Auslandsreise

    Ted Fendt DE 2026 | 63 min | dt., ital. franz. OmeU

    Alejo ist aus Argentinien nach Berlin gekommen. Wegen des vielen Grüns in der Stadt ist er geblieben. Leonie liest: Bücher von Anna Maria Ortese, in deutscher Übersetzung, auf Italienisch, auf Französisch. Ein Lesekreis bildet sich. Das Lesen durchwirkt diesen Film und gibt der Textur der 16-mm-Bilder eine sanfte Eindringlichkeit.

    Zu Gast: Ted Fendt

    21:00 filmmuseum | filming architecture filming nature

    Promised Spaces

    Ivan Marković  RS, FR, DE, KH 2026 | 76 min | Khmer OmeU

    Die leeren Versprechungen der New Economy: In Kambodscha zeigt sich entlang der Rohbauten einer Gated Community die Schere zwischen Reich und Arm, den Arrivierten und den Arbeitern, der Architektur und der Natur.

    Zu Gast: Ivan Marković

    22:30 werkstattkino | artist talk

    keine freigabe – HIDDEN track of a label history

    Material kehrt zurück – nicht als Erinnerungsstücke, sondern als Frage: Was heißt Autor*innenschaft, wenn die Kamera in vielen Händen lag und sich erst in der Montage entschied?

    Zu Gast: Angelika Lepper

    samstag 10 okt

    18:00 filmmuseum | thema: erinnern

    Holofiction

    Michal Kosakowski DE, AT 2025 | 102 min | ohne Dialog

    Die Ikonografie des Holocausts in einer Montage aus Tausenden von fiktionalen Nach-Bildern. Ein erschütterndes Essay über das kollektive Gedächtnis, in das die dokumentarischen Bilder des Schreckens eingegangen sind.

    Zu Gast: Michal Kosakowski

    18:00 werkstattkino | filming architecture filming nature

    Kukata Miti


    Daniel Kötter DE, ID, CD 2026 | 79 min | dt,., Suaheli, indon. OmeU

    Die Wälder Deutschlands, Indonesiens und der DR Kongo entlang der Praktiken, Instrumente und Motive der Holzgewinnung. Die historischen und ökonomischen Ungleichheiten zwischen dem Westen und dem Globalen Süden werden ebenso manifest wie das allgegenwärtige Streben nach der Ausbeutung natürlicher Ressourcen.

    Zu Gast: Daniel Kötter

    20:00 werkstattkino | artist in focus: Bernardo Zanotta

    The Cannibal Trilogy – The Common Roots of Cannibalism and Queerness

    Wild Fruits © Bernardo Zanotta
    In His Bold Gaze © Bernardo Zanotta
    Heart of Hunger © Bernardo Zanotta

    Heart of Hunger | In His Bold Gaze | Wild Fruits + Tragédia
    Bernardo Zanotta NL 2018–2022 + NL/BR/FR 2025 | Gesamt 99 min

    Eine Hommage an den Körper als Erzählung über das Unaussprechliche, Geschichte über einen Computertechniker aus Rothenburg, der 2001 einen Berliner Ingenieur verspeiste, und ein Kostümdrama nach Montaigne untersuchen die gemeinsamen Wurzeln von Queerness und Kannibalismus. Außerdem: Autofiktionale Fantasie über ein Mordkomplott gegen den Vater, mit der Zanottas filmisches Schaffen im Alter von 13 Jahren begann.

    Zu Gast: Bernardo Zanotta

    Tragedia © Bernardo Zanotta

    21:00 filmmuseum | thema: erinnern

    Last Movies

    Stanley Schtinter GB 2026 | Stimme: Jeremy Irons | 86 min | engl. OV | German Premiere

    Eine ultimative Filmgeschichte im Angesicht des Todes. Welche Filme haben Franz Kafka, F.W. Murnau, Charlie Chaplin, Sergio Leone, John F. Kennedy, Olof Palme oder Kurt Cobain als Letztes gesehen – bevor sich ihre Erinnerung für immer auslöschte?

    Zu Gast: Stanley Schtinter

    22:30 werkstattkino | midnight movie

    The Thing in the Coffin

    Péter Lichter HU 2026 | 62 min | ohne Dialog | Deutsche Premiere

    Rückkehr aus dem Zwischenreich der Bilder: Ausgehend von Coppolas BRAM STOKER’S DRACULA werden unzählige „Dracula”-Versionen in einen suggestiven Montage-Reigen gebracht.

    sonntag 11 okt

    13:00 theatiner | from brazil with love

    Elizabeth Bishop: From Brazil with Love

    Vivian Ostrovsky & Ruti Gadish USA 2025 | 67 min | engl. OV

    Ganz aus Archivbildern setzt sich ein Stück Lebensgeschichte der amerikanischen Lyrikerin über ihre Jahre in Brasilien zusammen. Elizabeth Bishop lebte mit der Architektin Soares im „Lota-Haus“, schrieb dort „Questions of Travel“ und Liebesgedichte, die das Haus in sensorischen Bildern direkt in die Natur einbetten.

    Zu Gast: Vivian Ostrovsky

    16:00 villa stuck | 16-mm-projektoren-performance

    liminal light

    Performance von Lichen Tsung (Visuals) und Robert Kroos (Sound)

    16-mm-Projektoren, Incense, Overheadprojektor & Nebelmaschine

    In der Dunkelheit erschaffen Licht, Geruch, Visuals und Sound einen sinnlichen Raum. Die Elemente fließen ineinander. Bilder erscheinen und verschwinden in der Dunkelheit, verblassen in Weiß. Ein Raum zwischen den Räumen entsteht, form- und grenzenlos.

    16:30 werkstattkino | thema: erinnern

    Das Schweigen brechen: Die NS-„Euthanasie“ und die Folgen

    © Andreas Grützner

    Erinnerung bewahren: Filmvorführung und Gespräche mit Angehörigen der NS-„Euthanasie“-Opfer. In Kooperation mit der Gedenkinitiative NS-„Euthanasie“-Opfer.

    Zu Gast: Barbara Baum, Margarete Flygt (Angehörige), Sibylle von Tiedemann (Gedenkinitiative)


    Das Schweigen brechen – Angehörige von Opfern der NS-Euthanasie erzählen 
    Robert Domes DE 2025 | 30 min

    Um die 300.000 Menschen fielen in der NS-Zeit den „Euthanasie“-Morden zum Opfer. Doch in der Erinnerungs- und Gedenkkultur spielen sie nur selten eine Rolle. Bis heute beeinflussen die Verbrechen die Diskussionen über Inklusion sowie den Umgang mit Behinderten und Randgruppen. Die Krankenmorde haben in den Familien der Opfer ein Trauma hinterlassen. Viele der Nachkommen machen sich auf Spurensuche und brechen das Schweigen.


    Eigentlich wollte ich nicht so lange bleiben 
    Andreas Grützner DE 2025 | 23 min | Preis der deutschen Filmkritik

    Wie hat sich der Umgang mit Menschen in Heil- und Pflegeanstalten von den 70er Jahren bis heute verändert? Wer waren die Menschen, die in einer Einrichtung lebten, und wie war es, dort als junger Mann in den 70ern zu arbeiten? Konfrontiert mit einer traumatischen Entdeckung in der Familienbiografie beginnt eine Reflexion anhand von Archivmaterial.

    17:00 filmmuseum | pole position 2

    ADGIN PRRX

    Norbert Pfaffenbichler AT 2026 | 167 min | engl. OV | Deutsche Premiere

    GRAND PRIX in der Werkstatt des Avantgardisten: der Film wird in seine Einzel-Shots zerlegt und nach der Länge seiner Einstellungen neu ­mon­tiert. Fahren kann das Gefährt nun nicht mehr. Was für ein Spaß!

    Zu Gast: Norbert Pfaffenbichler

    Pole Position 1: GRAND PRIX (Sonntag, 3.10. 19 Uhr Werkstattkino)
    Pole-Position-Kombiticket 14€

    20:00 werkstattkino | cine ibérico – filming nature filming architecture

    Fourteen Nights (Hamalau Gau)

    Oskar Alegria ES 2026 | Dt. Premiere | 91 min | bask., span. OmeU

    Eine Reise in 14 Nächten durch die Basilika von Arantzazu, geprägt durch die künstlerische Vision der baskischen Bildhauer Jorge Oteiza und Eduardo Chillida. In der Basilika von Arantzazu entfaltet sich die längste Nacht, neben der Orgel des Heiligtums, wo sich der Filmemacher Oskar Alegria zurückzieht, um dem Pianisten Iñar Sastre von den verbrachten Nächten zu erzählen.

    montag 12 okt

    18:00 theatiner | thema: erinnern

    Sedimente

    Laura Coppens CH, DE 2025 | 81 min | dt. OmeU

    Der Großvater, im Krieg geboren, in der DDR aufgewachsen und zum Arzt ausgebildet, später von der Stasi als IM angeworben. „Wir sind das Volk!“: Christa Wolfs Rede am 4.11.1989 in Ost-Berlin. Super-8-Erinnerungen der jungen Großeltern. Ein betörendes Filmessay, ausgezeichnet mit dem Spezialpreis der Jury beim Visions du Réel.

    Zu Gast: Laura Coppens

    18:00 werkstattkino

    Água Mãe

    Hiroatsu Suzuki & Rossana Torres PT 2025 | 72 min | port. OmeU | Doclisboa Award

    In dem kleinen südportugiesischen Mértola gibt es viele alte Wassermühlen. Die Gezeiten rhythmisieren das Leben. Die Farbe des Wassers und das Aussehen der Landschaft ändern sich im Laufe des Jahres. Der Ort hat auch eine Dichterin hervorgebracht, Manuela Ferreira. In „Alma“ stellt sie die wichtige Frage: „Warum betrachten wir den Fluss?“ – Ausgezeichnet mit dem Doclisboa Award

    20:00 werkstattkino | kurzfilmrolle

    The B-Side of the Landscape

    documents & experiments 1 114 min | Kurzfilme | eintritt: 10€

    Elektrische Vögel im Anthropozän, Kennth Anger & die Liebe zum Wartburg, eine Reise zum Mars, Alfred Edel und die legendären Mehlbeutel in einer Raststätte.
    Filme von Ulu Braun, Nicolás Zukerfeld, Julien Rivoire, Markus Mischkowski, Dagie Brundert, Rainer Knepperges, Siegfried A. Fruhauf, Jan Soldat, Philipp Hartmann

    Zu Gast: Philipp Hartmann, Rainer Knepperges | Präsentiert von Benedikt Guntentaler & Timur Özkan (Young Curators)

    dienstag 13 okt

    18:00 theatiner | filming architecture filming nature

    Eight Bridges

    James Benning USA 2026 | 82 min | ohne Dialog

    Acht Brücken in den USA verbinden nicht nur die Ufer, sondern auch Himmel und Wasser.
    „Es scheint an der Zeit zu sein, Brücken zu betrachten.“ – James Benning

    Forever … Forever

    Johann Lurf AT, FR 2026 | 21 min | ohne Dialog

    Lake Spotting: mit einer selbstkonstruierten 65-mm-Kamera, 22 Monate lang. Objekt der Beobachtung: der Ottensteiner Stausee. Herausgekommen ist ein eindrucksvoll monumentales Bild kosmischer Bewegung. Je länger die Belichtung, desto mehr verschieben sich die Dimensionen – in rasantem Tempo.

    18:00 werkstattkino | cine ibérico – new narrative cinema

    The Mirage (El espejismo)

    Bingham Bryant PT, US, DE 2026 | 70min | port., span., franz. OmeU | Deutsche Premiere

    Luftspiegelungen an der spanischen Küste haben Anne auf die Insel Santa Clara gebracht. Auf der Überfahrt nach San Sebastián begegnet sie der Portugiesin Margarida. Eine verwunschene Geschichte über das Sehen, das Begehren und die Sinnestäuschung.

    Zu Gast: Bingham Bryant

    20:00 werkstattkino | kurzfilmrolle

    Munich Orbital

    documents & experiments 2 81 min

    Ein Stubenhocker-Rocker, die Eliminierung diakritischer Zeichen in Formularen, eine schöne Reise, ein Hund, ein Hinterhof, die Erinnerung an einen Namen.
    Filme von Okin Cznupolowsky (in memoriam), Claire Angelini, Mina Simendić, Myriam Arleth, Rainer Knepperges, LUZI, Benedikt Guntentaler, Noah Mrosczok, Amelie Hochhäusler, Dunja Bialas.

    Zu Gast: die Filmemacher*innen

    21:00 filmmuseum | thema: erinnern

    Revolutionaries Never Die

    Mohanad Yaqubi PS, BE, QA 2026 | 81 min | franz., engl., arab. OmeU

    Zwei Monate vor ihrem Tod kontaktiert Jocelyne Saab den Filmemacher für ein gemeinsames Projekt. Seine Antwort kommt zu spät. Eine lyrische Expedition durch die künstlerische Vision der libanesischen Dokumentarfilmerin entlang von Archivaufnahmen und vor dem Hintergrund der politischen Umwälzungen im Nahen Osten.

    mittwoch 14 okt

    18:00 theatiner | cine ibérico – thema: erinnern

    Letters from an Inner Exile (Todo es cárcel)

    Eloy Enciso ES 2026 | 109 min | span., galic. OmeU | Deutsche Premiere International Competition Award FID Marseille

    Elsa, Künstlerin aus Berlin, reist für einen Dokumentarfilm über die Franco-Lager auf den Spuren ihrer Familiengeschichte durch die spanische Heimat. Die Fiktion ersinnt einen Briefwechsel zweier sich Liebender, die aufgrund der politischen Ereignisse getrennt wurden. Ihre Worte erinnern an eine Zeit, in der jeder Ort zum Gefängnis werden konnte. Selbst das Kino.

    18:00 werkstattkino | thema: erinnern

    Active Vocabulary

    Yulia Lokshina DE 2025 | 82 min | dt., engl., russ., kirgis. OmeU | Goldene Taube, DOK Leipzig

    Manchmal braucht es mehr als die eigene Erinnerung, um das Vergangene zu bewältigen. Eine russische Lehrerin wurde von einer Schülerin denunziert, weil sie im Unterricht den Ukrainekrieg kritisiert hatte. Im Exil in Berlin stellt sie mit einer Schulklasse ihre Erfahrung nach. Eine Auseinandersetzung mit Totalitarismus, Verrat und Widerstand.

    Zu Gast: Yulia Lokshina

    20:00 werkstattkino | thema: erinnern

    Peacemaker

    Ivan Ramljak HR 2025 | 100 min | kroat. OmeU | Goldene Taube, DOK Leipzig

    1991 spitzen sich die Konflikte zwischen der serbischen Minderheit und den Kroaten in Slawonien zu. Der Polizeichef von Osijek vermittelt zwischen den Gegnern und wird ermordet. Wie kam es zu dieser aufgeheizten Atmosphäre der Angst? Wie konnte der Terror zum Alltag werden? Das Material von damals erlaubt die tabulose, fast kriminalistische Analyse der politischen Umstände.

    21:00 filmmuseum | closing night

    Roma Elastica

    Bertrand Mandico FR, IT 2026 | Mit Marion Cotillard, Noémie Merlant
    107 min | fr., engl., ital. OmeU

    Die frühen 1980er Jahre. Die amerikanische Filmikone Eddie erfährt, dass sie bald sterben wird. Begleitet von Valentina, ihrer treuen Maskenbildnerin, nimmt sie die Hauptrolle in einem Science-Fiction-Film an, der in Rom gedreht wird. Exzessive Filmdreh- und Partyszenen entwickeln einen rauschhaften Sog. Übersteigert, trashig und hypnotisch – das Kino im Zustand der Ekstase.

    Festival

    13. September 2026
  • in focus: Bernardo Zanotta | queer brazilian avant-garde

    Mit unserem Artist in Focus Bernardo Zanotta verknüpft sich auch unser Länderschwerpunkt From Brazil with Love. Den Titel entnehmen wir einem Film der amerikanischen Avantgarde-Legende Vivian Ostrovsky, die über Jahre in Brasilien gelebt hat. Beide verbindet ein queeres Filmschaffen und das Medium Film als Archiv und Erinnerung; beide sind Kosmopoliten des Kinos. Bernardo Zanotta wuchs in Brasilien auf und ging für sein Filmstudium nach Amsterdam. Vivian Ostrovsky, in New York geboren, wuchs ebenfalls in Brasilien auf und studierte in Paris. Beide drücken sich in experimentellen Formen des Kinos aus und gelangen über sie zu einer tieferen Form der Wahrheit der Bilder – jener, die in den vagen Zwischenbereichen der Montage und der Unschärfe überlappender oder nicht fokussierter Bilder verborgen liegt.

    Artist in Focus: Bernardo Zanotta

    Bernardo Zanotta (*1996, Porto Alegre, Brasilien) arbeitet vorwiegend mit analogem Film und Videoformaten. 2014 zog er für ein Studium am Moving Image Department der Gerrit Rietveld Academie nach Amsterdam. HEART OF HUNGER (2018) wurde beim Filmfestival von Locarno mit dem Pardino d’Argento ausgezeichnet. Zanotta engagiert sich in der Underground-Kinoszene und in der Queer Diaspora. Seine Filme wurden u.a. am British Film Institute, EYE Filmmuseum, bei FID Marseille, BAFICI, in Rotterdam und Pesaro gezeigt.

    Filme 
    Quintal 2016 | Heart of Hunger 2018 | In His Bold Gaze 2020 | Insieme Insieme 2022 | Wild Fruits 2024 | Tragédia 2025

    Insieme insieme

    donnerstag 8 okt 19 uhr filmmuseum (eröffnung) | zu gast: Bernardo Zanotta

    tickets
    Insieme insieme © Bernardo Zanotta

    Während ihres Dauerurlaubs in Italien nimmt ein mysteriöses Trio einen unschuldigen Touristen gefangen.
    „Der junge brasilianische Regisseur Bernardo Zanotta hat eine queere Farce geschaffen, mit genau dem richtigen Maß an Tempo und Freude – einen Film, der viel der puren Freude am Schaffen filmischer Bilder verdankt: Bildausschnitt, Farben, Motive, Körper. Die Schauspieler Lydia Giordano, Gustavo Jahn und Jun Ortega bilden ein umherwanderndes Trio in den Tiefen der cineastischen und literarischen Erinnerung.“ (FID Marseille)

    NL/BR/FR 2022 | 16mm | 37min | Deutsche Premiere
    R+B: Bernardo Zanotta | K: Ville Piippo | E: Paul Nouhet, Raydrick Feliciana, Leandro Lefa | S: Sergio Gonzázlez Cuervo | P: Venin Films, Near/by film | Mit Lydia Giordano, Jun Ortega, Gustavo Jahn, Leandro Lefa, Gabriele Pavesi

    The Cannibal Trilogy – The common roots of cannibalism and queerness

    samstag 10 okt 20 uhr werkstattkino
    Heart of Hunger | In His Bold Gaze | Wild Fruits | Mit: Tragédia | zu gast: Bernardo Zanotta

    tickets
    Wild Fruits © Bernardo Zanotta

    Heart of Hunger – 1. Teil
    Eine Hommage an den Körper und eine episodische Erzählung über das Unaussprechliche; zwei Freunde spielen lustvolle und sadistische Spiele. Sie verlieren einander, sie finden sich wieder –das Herz ist ein einsamer Jäger.

    NL 2018 | 29 min | Award Pardino d’Argento, Locarno | Deutsche Premiere
    R+B: Bernardo Zanotta | S: Sjors Hoogerdijk, Leandro Lefa | P: Nia Konstantinova | Mit Hinke-Ann Eleveld, Andy Smart, Angelos Messios, Bernd Eilts, Jennifer Zaharieva, Mylan Hoezen, Lennart Smidt

    In His Bold Gaze – 2. Teil
    Das Leben von Armin Meiwes, Computertechniker aus Rotenburg, der im Jahr 2001 den Berliner Ingenieur Bernd Brandes verspeiste. Ausgehend von Methoden wie dem Dokumentartheater und der Archivforschung stellt der Film den berüchtigten Fall nach und verknüpft ihn mit der Videokultur der späten 90er-Jahre.

    NL 2020 | 20 min | Deutsche Premiere
    R+B: Bernardo Zanotta | K: Raydrick Feliciana, Bernardo Zanotta, Anna Moreno | S: Sergio Gonzázlez Cuervo | P: Manon Bovenkerk, near/by film | Mit Leandro Lefa, Dani Pleoger, Hinke-Ann Eleveld

    Wild Fruits – 3. Teil

    Experimentelles Kostümdrama, basierend auf Michel de Montaignes Essay „Über die Kannibalen“ (1580). Vor dem Hintergrund der französischen Kolonialexpansion und der Religionskriege reist der fiktive Dichter Jean Aurand als Teil einer Gruppe von Hugenotten nach Brasilien. Auf einer Insel erlebt er die gewaltsame Kolonisierung.

    NL/FR 2024 | 35 min | 16mm | Deutsche Premiere
    R+B: Bernardo Zanotta | K: Ville Piippo | E: Paul Nouhet | S: Sergio Gonzázlez Cuervo | P: Manon Bovenkerk, near/by film | Mit Thiago Antunes, Hinke-Ann Eleveld, Igor Pedroso, Diogo Pinto Da Silva u.a.

    Tragédia

    Tragedia © Bernardo Zanotta

    Mit 13 Jahren bekommt Bernardo Zanotta eine Videokamera und filmt seine Familie während der Ferien. Zusammen mit seiner Stiefmutter ersinnt er ein Mordkomplott gegen seinen Vater, der sie beide vernachlässigt. Eine fiktiv-dokumentarische Found-Footage-Geschichte, die von der erwachenden Liebe zum Kino erzählt.

    NL/BR/FR 2025 |15 min
    R+B: Bernardo Zanotta | K: Ville Piippo | E: Paul Nouhet | S: Sergio Gonzázlez Cuervo | P: Manon Bovenkerk, near/by film | Mit Thiago Antunes, Hinke-Ann Eleveld, Igor Pedroso, Diogo Pinto Da Silva u.a.

    Quintal

    sonntag 11 okt 13 uhr theatiner | Mit: From Brazil with Love
    zu gast: Bernardo Zanotta, Vivian Ostrovsky

    tickets
    Quintal © Bernardo Zanotta

    Hommage an den Kurzfilm „Pátio“ von Glauber Rocha (1959), der das Cinema Novo vorbereitete und begeistert von der Bewegung des Tropicalismo aufgenommen wurde.


    BR 2016 | 9 min | 16mm | Deutsche Premiere
    R+ B: Bernardo Zanotta | | Mit Leandro Lefa, Camila Rosa

    Vivian Ostrosvky | from brazil with love

    Vivian Ostrovsky (*1945, New York City), aufgewachsen in Brasilien. Sie studierte Film an der Pariser Sorbonne bei Erich Rohmer und in der Cinémathèque française von Henri Langlois. Ostrovskys Werk zeigt eindrucksvolle Mischformen experimenteller Genres wie Found-Footage-Collagen, Essayfilme und Tagebücher. Mitte der 70er-Jahre begründete die Distributionsplattform Ciné-Femmes International, inmitten der Blüte der männerdominierten Nouvelle Vague, um mehr Sichtbarkeit für Filme von Frauen zu schaffen.

    Filme (Auswahl) 
    Movie (V.O.) 1982 | Copacabana Beach 1983 | U.S.S.A. 1985 | Eat 1988 | Uta Makura (Pillow Poems) 1995 | Public Domain 1996 | American International Pictures (1997) | Nikita Kino 2002 | Fone Fur Follies 2008 | Wherever Was Never There 2011 | But Elsewhere is Always Better 2016 | Son chant 2020 | Elizabeth Bishop: From Brazil with Love 2025

    Elizabeth Bishop: From Brazil with Love

    sonntag 11 okt 13 uhr theatiner | zu gast: Vivian Ostrovsky

    tickets
    © Vivian Ostrovsky

    „1951 machte sich die amerikanische Lyrikerin Elizabeth Bishop, auf der Flucht vor Schreibblockaden und Depressionen, auf den Weg nach Brasilien. 15 Jahre lebte B. mit (der Architektin) Soares im ‚Lota-Haus‘ zusammen, hier schrieb sie den größten Teil ihres Gedichtbandes ‚Question of Travel‘ (1965). Darunter auch ‚Song for the Rainy Season‘, ein topografisches (Liebes-)Gedicht, das die Verworrenheit von Haus und Natur in sensorischen Bildern beschreibt.“ (Esther Buss)

    USA 2025 | 67 min | 16mm
    R: Vivian Ostrovsky, Ruti Gadish | B: Vivian Ostrovsky | K (Super-8): Louise Botkay, Andrea Capella, Vivian Ostrovsky | Animation: Shuli Tager & Daphna Awadish | SD: Benoit Glig | E: Ruti Gadish | Stimmen: Voices: Elizabeth Bishop, Anne Carson, Vivian Ostrovsky | Mit Elizabeth Bishop

    Festival

    6. September 2026
  • liminal light – Lichun Tseng & Robert Kroos

    sound & vision
    villa stuck
    Audio-visuelle Performance | 35min | 2025 | Deutsche Premiere
    Visual: Lichun Tseng | Sound: Robert Kroos
    16-mm-Projektoren, Incense, Overheadprojektor und Nebelmaschine
    In Kooperation mit der Villa Stuck
    tickets

    liminal light · film-projektoren-performance

    © Lichun Tseng | liminal light

    In der Dunkelheit erschaffen Licht, Geruch, Visuals und Sound einen sinnlichen Raum. Die Elemente fließen ineinander. Bilder erscheinen und verschwinden in der Dunkelheit, verblassen in Weiß. Ein Raum zwischen den Räumen entsteht, form- und grenzenlos. Eine unbestimmte Präsenz wandert umher, ohne zu vergehen, und verschmilzt mit dem Feld des Lichts.

    sonntag 11 okt 16:00 villa stuck
    performance von Lichun Tseng & Robert Kroos

    Lichun Tseng & Robert Kroos
    NL 2025
    35 min | Deutsche Premiere

    Visual: Lichun Tseng | Sound: Robert Kroos
    16-mm-Projektoren, Incense, Overheadprojektor und Nebelmaschine

    Lichun Tseng (geb. 1979) ist eine taiwanesische Künstlerin mit Sitz in den Niederlanden. In ihren Arbeiten widmet sie sich der Erforschung der Essentialität und Entität des Lebens. Beobachtung und reflektierende Kontemplation bilden zentrale Motive ihres Schaffens. In ihren filmischen Arbeiten fängt sie den unbeschreiblichen und doch sinnlich erfahrbaren Zustand eines unsichtbaren Dazwischen mithilfe lichtempfindlichen Filmmaterials ein. Ihre künstlerische Forschung und Praxis realisiert sie hauptsächlich mit 16-mm-Film, Installationen und audiovisuellen Performances.
    Sie ist Mitglied der Filmwerkplaats, einem von Künstler*innen betriebenen Filmlabor in Rotterdam.
    Lichun Tseng

    Film-Performances & Installationen (Auswahl) 
    liminal light 2025 | morphosis‍ 2025 | 初, seed 2024 | river of light 2023 | Presence undefined 2023

    Robert Kroos ist Musiker, Sounddesigner und Toningenieur und lebt in Rotterdam. Er beschäftigt sich mit Musik und Klang in all ihren Erscheinungsformen und setzt seine Fähigkeiten vor allem zur Unterstützung von Filmen, Animationen und Installationen ein. Seine Interessen gelten insbesondere Sinuswellen, der räumlichen Wahrnehmung von Klang, binauralen Aufnahmen und Gehirnwellen. duckfood.nl

    Festival

    4. August 2026
  • filme 2026

    programm-folder [DE]
    katalog [DE/EN]

    official selection

    langfilme a-z
    shorts 1: THE B-SIDE OF THE LANDSCAPE
    shorts 2: MUNICH ORBITAL

    specials

    thema | ERINNERN
    filme & gespräch | DAS SCHWEIGEN BRECHEN
    queer brazilian avant-garde | BERNARDO ZANOTTA
    film & archive | ARCHIVIO APERTO BOLOGNA
    film talk | KEINE FREIGABE
    performance | LIMINAL LIGHT – VILLA STUCK
    UNDERDOX halbzeit | ALEXANDER KLUGES Künstliche Intelligenz

    Festival

    29. Juli 2026
Vorherige Seite
1 2 3 4 5 … 28
Nächste Seite
  • English
  • startseite
  • archiv
  • impressum
  • homepage
  • archive
  • legal

UNDERDOX Festival 2006—2023