Von der Heimsuchung durch bad dreams erzählt Péter Lichter ausgehend von Francis Ford Coppolas schwülstigem „Bram Stoker’s Dracula” (1992). Der ungarische Experimentalfilmregisseur hat Hunderte von Dracula-Verfilmungen in einen träumerischen Montage-Reigen gebracht, mit einem suggestiven Soundscape unterlegt und in rote Farbe gebadet. Künstlerisch verfährt Lichter im Zwischenreich vom Analogen und Digitalen: Auf Ebay ersteigerte Filmkopien werden Kader für Kader abfotografiert und im Rechner animiert, dabei mit der Kamera des Mobiltelefons vom Monitor abgefilmt. – Dunja Bialas
Péter Lichter
HU 2026 | Deutsche Premiere
62 min | ohne Dialog
Péter Lichter
Geb. 1984 in Ungarn. Studierte Filmgeschichte und -theorie an der ELTE Universität in Budapest. Seit 2002 dreht er experimentelle Found-Footage- und Dokumentarfilme. Er schreibt Bücher zu Film und lehrt am Department of Film and Visual Studies of the University of Pécs in Budapest.
Filme (Auswahl)
No Signal Detected 2013 (Kurzfilm) (9. UX) | Frozen May 2017 | The Rub (with Bori Máté) | Empty Horses 2019 | The Philosophy of Horror (with Bori Máté) | Barokk Femina 2020 | The Mysterious Affair at Styles 2022 | The Grey Machine 2025 | The Thing in the Coffin 2026
R+B+K+E+P: Péter Lichter | S: Kovács-Vajda Bence | M: Bence Kovács-Vajda, Anna Bölöni