Sommer 1991. Der Beginn des Kroatienkriegs scheint unausweichlich, doch Josip Reihl-Kir, Polizeipräsident der ostkroatischen Stadt Osijek, setzt sich unermüdlich für Frieden und Verhandlungen ein. Dieses Engagement bezahlt er mit dem Leben: Reihl-Kir wird auf offener Straße ermordet. Obwohl der Täter mittlerweile im Gefängnis sitzt, sind viele der Hintergründe immer noch unklar. Ivan Ramljak setzt Reihl-Kir ein würdiges filmisches Denkmal – und legt mit einer klugen Kombination aus Archivmaterial und aktuellen Interviews offen, wie gezielt geschürter Hass und Nationalismus zu einer Atmosphäre allgegenwärtiger Angst führen konnten. – Oliver Stangl, Crossing Europe
Ivan Ramljak
HR 2025
Goldene Taube, DOK Leipzig
100 min | Kroatisch
Ivan Ramljak
Geb. 1974 in Kroatien. Filmemacher, Filmkritiker und unabhängiger Kurator. Gründete 2003 das Human Rights Film Festival in Zagreb. Seit 2022 Mitglied des Auswahlkomitees für Kurzfilme des IFFR und Scout für Filme aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens. Lebt und arbeitet in Kroatien.
Filme (Auswahl)
Islands of Forgotten Cinemas 2016 (12. UX) | Home of the Resistance 2018 | Once Upon A Youth 2020 | El Shatt – A Blueprint for Utopia 2023 | Peacemaker 2025
R: Ivan Ramljak | B: Drago Hedl, Hrvoje Zovko, Ivan Ramljak | K: Srđan Kovačević | E: Damir Čučić | S: Tihomir Vrbanec | P: Nenad Puhovski | WS: Taskovski Films | Stimmen: Gordana
Ajdukovic, Goran Flaude, Nikola Jaman, Zdravko Pejic