Die Wälder Deutschlands, Indonesiens und der DR Kongo entlang der Praktiken der Holzgewinnung. Die historischen und ökonomischen Ungleichheiten werden ebenso manifest wie das allgegenwärtige Streben nach der Ausbeutung natürlicher Ressourcen.
Kötter wendet sich der Analyse eines Phänomens zu, das sich in unterschiedlichen Kontexten widerspiegelt und in lebendigen Szenen eingefangen wird, die klare Beobachtung mit beeindruckender formaler Kontrolle verbinden. Die Kapitel dokumentieren unterschiedliche
Vorstellungen von Wäldern und nehmen uns mit auf eine ethnografische Reise in die Vergangenheit: von Ressourcen, die einer mechanisierten Gewinnung unterliegen, über sich wandelnde Ökosysteme im Dialog mit der menschlichen Präsenz bis hin zu Ahnenwesen, die dunkle Kräfte beherbergen oder vor ihnen schützen. Dazwischen erkunden wir gemeinsam mit einigen Migrantenfamilien das von Baumschädlingen verwüstete Bergische Land in Deutschland: eine überraschende Rückkopplungsschleife, die einem Werk, das weit über die Oberfläche seines Themas hinausgeht, eine weitere Ebene verleiht. – Sergio Fant
Daniel Kötter
DE, ID, CD 2026
Special Mention Beldocs IDFF
79 min | Deutsch, Suaheli, Indonesisch
Daniel Kötter
Geb. 1975 in Bergisch Gladbach, arbeitet seit 20 Jahren als Theater- und Dokumentarfilmregisseur, häufig auch in performativer und installativer Kooperation mit anderen Künstler*innen und in internationalen und interdisziplinären Konstellationen, die ihn nach Afrika, in den Mittleren Osten, nach Südostasien und nach Nordamerika führen.
Filme (Auswahl)
Hashti Tehran 2017 | Stadt Land Fluss (mit Hannes Seidl) 2017 – 2019 | Desert View (mit Constanze Fischbeck) 2018 | Chinafrika.mobile, 2019 | Yu Gong 2019 | Gold & Coal 360°documentary 2019 | RIFT Finfinnee 2020 | Water & Coltan 2021 (18. UX) | Landschaft 2023 (18. UX) | Kukata Miti 2026
R+K+E+WS: Daniel Kötter | B: Ikbal Lubys, Olande Byamungu | S: Luka Barajevic | M: Ikbal Lubys | P: Beatrix Joyce