Die Ikonografie des Holocausts in einer Montage aus Tausenden von fiktionalen Nach-Bildern. Ein erschütterndes Essay über das kollektive Gedächtnis, in das die dokumentarischen Bilder des Schreckens eingegangen sind.
Aus einer filigranen Montage aus zahlreichen kurzen Einstellungen, bekannten und weniger bekannten, thematisch gruppiert und stumm gemacht, weist Michal Kosakowski der Musik die zentrale Rolle als erzählerischer Faden zu – als chronologische Abfolge von Themen, die er im Laufe seiner titanischen Arbeit des Sammelns und Klassifizierens von Hunderten von Filmen und Szenen über acht Jahre hinweg herausgearbeitet hat. – Dominique Lanzmann-Petithory
„Fiktion ist eine Übertretung, ich bin zutiefst davon überzeugt, dass es ein Darstellungsverbot gibt.” – Claude Lanzmann über die Shoah
Michal Kosakowski
DE, AT 2025
102 min | kein Dialog
Michal Kosakowski
Geb. 1975 in Stettin, Polen. Er lebt und arbeitet als Regisseur, Medienkünstler und Produzent in Berlin. Von 1997 bis 2000 besuchte er die Künstlerwerkstätte Fabrica in Treviso, wo er gemeinsam mit Oliviero Toscani an verschiedenen Film- und Kulturprojekten arbeitete. 2003 gründete er die auf Experimental-, Musik- und Kunstfilme spezialisierte Filmproduktion Nosugar Added.
Filme (Auswahl)
Just like the movies 2006 | Zero Killed 2012 | German Angst 2015
Holofiction 2025
R+B+E: Michal Kosakowski | S: Andrea Veneri, Omar Venti, Alessio Mastrorillo | M: Paolo Marzocchi | P: Kosakowski Films, Atelier Uli Aigner | V: Drop-Out Cinema eG | WS: Kosakowski Films