„Es scheint an der Zeit zu sein, Brücken zu betrachten.“ – James Benning
„Eight Bridges” knüpft an Bennings metrische Filme „13 Lakes” und „Ten Skies” an – jede Einstellung erhält zehn Minuten, die Bildkadrierung berücksichtigt die Mittellinie, alles wirkt, wie mit dem Lineal gezogen. Wir memorieren die acht Brücken: Golden Gate, dann die Brücke mit dem Rinnsal, dann eine enge Bildeinstellung, in der sich fast nichts tut… und später die Eisenbahnbrücke, mit Brückenpfeiler wie der Eiffelturm. Eine Brücke verbindet die zwei obligatorischen Ufer oder überspannt als Viadukt – ein Brückenstreitfall? – ein Tal. Mehr aber befindet sich in Bennings Bildern die Brücke zwischen Himmel und Wasser, zwischen sky und lake – oder hier meist river. Ein notwendiger Film, in der Tat, der in seinem Werk noch gefehlt hatte. – Dunja Bialas
James Benning
USA 2026
82 min | ohne Dialog
James Benning
Geb. 1942 in Milwaukee, USA. Studierte Mathematik, dann Film in Milwaukee. Unterrichtete am California Institute of the Arts. Seit 1979 dreht er als radikal unabhängiger Regisseur dokumentarisch-experimentelle Filme, bis 2007 auf 16mm, seit 2009 digital. Zudem realisiert er Installationen mit filmischen Elementen im Kunstbereich.
Filme (Auswahl)
One Way Boogie Woogie 1977 | 11 × 14 1977 | Landscape Suicide 1986 | Deseret 1995 | Four Corners 1997 | California Trilogy (El Valley Centro, Los, Sogobi) 1999 – 2001 | 13 Lakes 2004 | Ten Skies 2004 | RR 2007 | Ruhr 2009 | Two Cabins 2011 | Maggie’s Farm 2020 | The United States of America 2022 | Allensworth 2023 (18. UX) | Breathless 2024 | little boy 2025 (20. UX) | Eight Bridges 2026
R+K+E+S+P: James Benning | WS: Arsenal Institute